Künstliche Intelligenz im Wandel der Zeit: »Eine kurze Geschichte der KI«

Mit dem Aufkommen des Computers bekam die schon Jahrhunderte alte Idee der künstlichen Intelligenz neuen Aufschwung. Wie sehr sie sich seither verändert hat und wo die Reise hingehen könnte, fasst jetzt ein interessantes Video zusammen.

Oft kopiert und nie erreicht: die menschliche Intelligenz bleibt den Maschinen bisher verwehrt
(Foto: peshkova - Fotolia)

Auch außerhalb der ITK-Branche ist Künstliche Intelligenz (KI) derzeit in aller Munde, selbst die Bundesregierung will das Thema unbedingt vorantreiben. Dabei erwecken insbesondere die Politiker allerdings wieder einmal den Eindruck, als sei das alles völliges Neuland. Doch dem ist nicht so. Erste Ideen, menschliche Fähigkeiten künstlich nachzuahmen sind schon hunderte Jahre alt. Hierzu kann man beispielsweise die antike Vorstellung des künstlichen »Homunculus« (lateinisch für kleiner Mensch) zählen, die bis ins Mittelalter zahlreiche Alchimisten beflügelte oder auch den Golem aus jüdischen Überlieferungen.

Etwas konkreter wurden die Vorstellungen dann ab dem 18. Jahrhundert mit seiner Begeisterung für erste komplexere Mechaniken. So ging etwa bereits der frühe französische Astronom, Mathematiker und Physiker Pierre-Simon Laplace davon aus, dass das gesamte Universum inklusive des Menschen und seines Denkens im Prinzip wie eine mechanische Maschine funktioniere, die sich auch justieren und nachbauen ließe. Sein Zeitgenosse Julien Offray de La Mettrie veröffentlichte in diesem Sinne schon 1748 sein eher philosophisches Werk »L’Homme Machine« (Der Mensch als Maschine), das vielen noch heute als eine Art Geburtsstunde der Idee der künstlichen Intelligenz gilt. Auch Mary Shelleys Frankenstein griff 1818 gewisse Aspekte der KI-Idee auf.

So richtig spannend wurde es dann in den 1950er Jahren mit der Erfindung des Computers, der mit seiner Überschreitung der reinen Mechanik schnell zum Hoffnungsträger auf intelligente Maschinen avancierte. Seither wechseln sich Phasen großer Hoffnung und Ernüchterung ab.

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