5 Milliarden Euro Digitalpakt Schulen: Also setzt auf IT für Schulen

Broadliner Also bündelt IT-Services im Mietmodell speziell für Bildungseinrichtungen. Reseller sollten gut vorbereitet sein auf diese nicht einfache Klientel.

Mit CaaS von Also könnten Reseller vom Digitalpakt Schule profitieren.
(Foto: HPI/Kay Herschelmann)

CaaS ist eine weitere neue Abkürzung in der an Akronymen reichen ITK-Branche. Dieses Mal geht es, wie »Classroom as a Service« ausdrückt, um die digitale Modernisierung von Schulen und Bildungseinrichtungen. Die politischen Geburtswehen dauerten lange, bis sich Bund und Länder im förderalistischen Tauziehen einig waren, wer mit welchen Befugnissen jene fünf Milliarden Euro aus dem Digitalpakt verteilen darf, die in den kommenden Jahren deutsche Bildungseinrichtungen bei der technologischen Ausstattung endglich auf das Niveau skandinavischer Läünder heben sollen. Hierzulande teilten sich im Schnitt elf Schüler einen PC, in Norwegen sind es 2,4 Schüler laut Bildungsmonitor 2018.

Entsprechend groß sind die Hoffungen der IT-Branche, hier zum Zug zu kommen. Broadliner Also prescht vor und bietet für die Zielgruppen Schulverwaltungen und Lehrerschaft sowie Studenten und Schüler individuelle Bundles an. Reseller sollen Hardware, Software, Support und Finanzdienstleistungen »schnell und unkompliziert zu Lösungspaketen im Mietmodell-Verfahren anbieten«, so Also. Die Dienste können im Also Marketplace bezogen werden, Fachhändler können sie dann unter ihrem eigenen Logo vermarkten und sich so monatliche Einnahmen sichern.

»Wir befreien Fachhandelspartner - und somit auch ihre Endkunden - von der Komplexität solcher Pakete. Mit CaaS ermöglichen wir es dem Fachhandelspartner, die Digitalisierung von Schulen mit reduziertem administrativem Aufwand voranzutreiben«, sagt Simone Blome-Schwitzki, Sprecherin der ALSO Deutschland Geschäftsführung. »Die Aktualität der Hard- und Software sowie der Service und Support sind dabei essentielle Themen für Schulen, die der Also-Partner mit diesem Komplettpaket bedienen kann.«

Klingt angesichts der Höhe des Fördertopfs und der Vorarbeit des Broadliners verlockend für solche Reseller, die Schulen bislang noch nicht zu ihren Kunden zählten. Allerdings ist diese Klientel recht anspruchsvoll, um es einmal vorsichtig zu formulieren. Der Förderalismus im Allgemeinen und die Zersplitterung in diverse »Sachaufwandsträger« von Schulen im Speziellen setzt eine sehr gute Kenntnis dieses Marktes voraus. Dazu kommt: Man hat es bisweilen mit ehrgeizigen Didaktikern und noch ehrgeizigeren Lehrern zu tun, die die Vernetzung und Ausstattung ihrer Schulen mit profesioneller Informationstechnologie mit einem pädagogischen Laienprojekt verwechseln.

Wer sich in diesen Markt einarbeiten will, sollte die »Logik« der Entscheidungswege kennen. Das erspart womöglich viele Enttäuschungen. Eine gute Gelegheit zur fachlichen Auseinandersetzung ist die Hausmesse CTV von Also am 5.April in Düsseldorf. Dort wird es eine Podiumsdiskussion zum Thema Digitalpakt Schule geben, an der Vertreter von Schule, Politik und Channel mögliche Konzepte zur Unterstützung der Digitalisierung von Schulen, um sicherzustellen, dass der Einsatz digitaler Technologien selbstverständlich wird.