Geschäftsbericht 2018 vorgelegt: SAP-Chef McDermott bekommt weniger Geld

SAP-Chef Bill McDermott musste im vergangenen Jahr einen Rückgang seiner direkten Bezüge auf 11,7 Millionen Euro verschmerzen. Dennoch bleibt er damit unter bestbezahlten Managern in Deutschland.

SAP-Chef Bill McDermott bekommt für 2018 weniger Geld als im Vorjahr. Der Vorstandschef des Softwarekonzerns streicht aber immer noch 11,7 Millionen Euro ein, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Im Vorjahr hatte McDermott 13,2 Millionen Euro erhalten. Damit dürfte er erneut unter den Spitzenverdienern im Dax liegen. Daimler-Chef Dieter Zetsche etwa bekommt für 2018 nur rund die Hälfte - knapp 6 Millionen Euro.

Grund für den Rückgang bei McDermotts Gehalt sind vor allem die langfristigen variablen Vergütungsbestandteile, die einen Großteil der Summe ausmachen. Sie orientieren sich unter anderem am laufenden Ergebnis und am Aktienkurs von SAP - auch im Vergleich zu dem der direkten Konkurrenten. Das Geld sieht McDermott nicht sofort. Auf die langfristigen Bestandteile muss er bis zu vier Jahre warten.

SAP veröffentlicht in seinem integrierten Geschäftsbericht auch weiche Kennzahlen. Die für den Softwarekonzern so wichtige Mitarbeiterzufriedenheit lag im vergangenen Jahr erneut auf hohem Niveau. Der sogenannte Engagement-Index betrug 84 Prozent nach 85 Prozent im Vorjahr. Das ist für die Softwarebranche ein wichtiger Wert. Denn ihr Erfolg hängt nicht nur von motivierten Programmierern, sondern auch von guten Verkäufern und Beratern ab.

Die Mitarbeiterbindung lag bei knapp 94 Prozent. Der Wert könnte in diesem Jahr sinken. SAP plant ein neues Umbauprogramm, 4.400 der 96.500 Beschäftigen sollen zu einem Wechsel innerhalb des Unternehmens oder auch weg von SAP bewegt werden. Ende des Jahres will SAP trotzdem mehr als 100.000 Menschen beschäftigen.