Kaseya strebt nach kompletter IT-Management-Plattform: »Wir werden dieses Jahr noch mindestens drei Firmen übernehmen«

Mit IT Glue, Rapidfire Tools, Spanning und Unitrends hat Kaseya zuletzt kräftig zugekauft. Das ambitionierte Ziel: MSPs eine Plattform bieten, mit der sie alle Aspekte der IT verwalten können. Im Gespräch mit CRN kündigt CEO Fred Voccola weitere Übernahmen an, auch in Deutschland, und hat einen Tipp für angehende Managed Service Provider parat: nicht mit Endpoint Management oder Backup anzufangen.

Kaseya-CEO Fred Voccola auf dem diesjährigen Sales Kickoff des Herstellers
(Foto: Kaseya)

Um etwa ein Drittel konnte Kaseya im vergangenen Jahr wachsen und damit einen eindrucksvollen Beleg dafür liefern, wie sehr die Nachfrage nach Managed Services zuletzt zugenommen hat. Denn der Hersteller konzentriert sich mit seinen Lösungen darauf, IT zentral verwaltbar zu machen und zählt vornehmlich MSPs zu seinen Kunden. Deren Mitarbeiter seien, anders als in Großunternehmen, wo es Spezialisten für nahezu jedes Thema gebe, meist Generalisten, die sich um Endpoints, Mail-Systeme, IT-Sicherheit und vieles mehr kümmern müssen, erklärt Kaseya-CEO Fred Voccola. »Dafür brauchen sie eine Plattform, auf der sie alle Verwaltungsaufgaben einfach und über eine einheitliche Oberfläche erledigen können.«

Eine solche Plattform will ihnen Kaseya mit »IT Complete« liefern. Sie soll, so das ambitionierte Ziel, »alle Aspekte der IT abbilden« und wird daher immer weiter ausgebaut. 2018 war der Leistungszuwachs besonders groß, weil Kaseya mit IT Glue, Rapidfire Tools, Spanning und Unitrends gleich vier Hersteller übernahm und integrierte. Unitrends steuerte umfangreiche Backup- und Business-Continuity-Funktionen bei, Spanning eine Datensicherung für Cloud-Dienste wie Office 365, Salesforce und G Suite, Rapidfire Tools wiederum eine Lösung für IT- und Compliance-Assessments und IT Glue schließlich eine IT-Dokumentationssoftware, die beim Troubleshooting und Support hilft.

Damit soll IT Complete aber noch längst nicht die finale Ausbaustufe erreicht haben. »Ich denke, man wird noch weitere Akquisitionen von uns sehen – mindestens drei in diesem Jahr«, kündigt Voccola im Gespräch mit CRN an. Die Chancen stünden gut, dass sich darunter auch ein deutscher Anbieter befinde – welcher das ist, will er allerdings nicht verraten.

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