IT-Trends 2019: Unternehmen beschäftigen sich mit intelligenten Technologien – und der DSGVO

Etwa 70 Prozent der hiesigen Unternehmen setzen bereits Technologien wie Machine Learning, Bilderkennung oder Natural Language Processing ein, viele jedoch nur in geringem Umfang. Wichtigstes Ziel: manuelle Arbeiten zu automatisieren. Aber auch die DSGVO hält die Wirtschaft weiter auf Trab.

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Die meisten Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz stecken mitten in der Digitalisierung, stufen allerdings ihre Erfolge dabei als eher mäßig ein. Das geht aus der Studie »IT-Trends 2019« von Capgemini hervor. Lediglich 7,5 Prozent der Befragten halten sich für sehr erfolgreich in ihren Digitalisierungsbemühungen, während sich 44,9 Prozent nur eine Durchschnittsnote geben. Dennoch steht das Thema natürlich weiterhin ganz oben auf der Agenda und ist für 71,9 Prozent eine der wichtigsten Aufgaben, die von der Geschäftsleitung vorangetrieben werden muss. Vielerorts werden deshalb auch die IT-Budgets erhöht: 44 Prozent der Befragten rechnen mit steigenden finanziellen Mitteln, nur 2,5 Prozent mit einer Kürzung. Bei den meisten handelt es sich um Erhöhungen von bis zu zehn Prozent, doch bei 14 Prozent fällt der Zuwachs noch größer aus. Allerdings: Fast jeder Siebte kann keine Angaben zur Entwicklung des IT-Budgets machen, was laut Capgemini darauf hindeutet, dass neuerdings kurzfristiger geplant wird als in der Vergangenheit.

Weiterhin kommt das Geld für Digitalisierungsprojekte meist aus der IT-Abteilung. Fachabteilungen finanzieren nur etwa ein Drittel. Das hat dazu geführt, dass die Umsetzung stärker als bisher den Vorgaben und dem Willen des Hauptgeldgebers unterliegt, der die Vorgehensweise komplett oder stark beeinflusst. Nur in 23,7 Prozent der Unternehmen arbeiten IT- und Fachabteilungen partnerschaftlich zusammen.

Intelligenz sorgt für Automatisierung

Eine wichtige Rolle in Digitalisierungsprojekten spielen intelligente Technologien wie Machine Learning, Bilderkennung oder Natural Language Processing. Rund 70 Prozent der Unternehmen setzen diese bereits ein – wenn auch 50 Prozent nur in geringem Umfang. Zu den Intensivnutzern (19 Prozent) zählen vor allem Konzerne und der gehobene Mittelstand. Laut Capgemini gibt es dafür mehrere Gründe: Einerseits stehen sie stärker in internationalem Wettbewerb als kleinere Firmen und müssen daher investieren, um ihre Zukunft zu sichern. Andererseits haben sie auch eher ausreichend nutzbare Daten, die sie auswerten können.

In IT-Abteilungen werden intelligente Technologien vor allem für Monitoringaufgaben genutzt, aber auch im Support-Bereich und im Software-Testing. In den Fachabteilungen erfolgt der Einsatz in erster Linie im Supply Chain Management, der Buchhaltung und dem Controlling, im Sales, der Produktion und Entwicklung sowie im Marketing. Den größten Nutzern verspricht man sich dabei von der Automatisierung bisher manuell durchgeführter Tätigkeiten (je ein Drittel: sehr hoher oder hoher Nutzen) und von der Datenanalyse, um Prozesse zu verbessern, Innovationsmöglichkeiten zu erkennen und neue Absatzchancen zu entdecken (18 Prozent: sehr hoher Nutzen, 51 Prozent: hoher Nutzen).

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