Managed Service-Wende: Neuausrichtung bei IT Competence Group greift

Das sehr gute Schlussquartal soll bei der IT Competence Group keine Eintagsfliege bleiben. Der IT-Dienstleister setzt auf regelmäßige Einnahmen aus dem MSP-Geschäft und will auf dem Rekordjahr 2018 aufbauen.

Will 2019 an das Rekordjahr 2018 nahtlos anknüpfen: Vorstand Wolfgang Wagner.

Weg vom Geschäftsmodell IT-Personalüberlassungen hin zu einem Dienstleister für die digitale Transformation und Anbieter von Managed Services. Diese nicht leichte Transformation in eigener Sache hatte die IT Competence Group (ITCG) vor zwei Jahren eingeleitet und allmählich kann man in der Firmenzentrale in Ludwigsburg die geglückte Wende mit handfesten Zahlen untermauern.

Die börsennotierte IT Competence Group SE meldet das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte: 2018 schloss man zwar im Branchenvergleich mit einem vergleichsweise bescheidenen Umsatzplus von zehn Prozent auf 24,3 Millionen Euro ab. Der Turnaround beim operativen Ergebnis ist aber geschafft. Das Ebitda lag mit 1,5 Millionen Euro im Plus, nach minus 0,7 Millionen im Vorjahr.

Vor allem im traditionell für IT-Dienstleister starken Schlussquartal konnte ITCG den Erlös um 35 Prozent auf sieben Millionen Euro steigern, das Ebitda zwischen Oktober und Dezember 2018 betrug 0,5 Millionen Euro. Am Handelsplatz Frankfurt, wo aktuell die meisten Stückzahlen der ITCG AG gehandelt werden, zieht der Kurs heute Vormittag um mehr als 15 Prozent kräftig an.

Die Ebitda-Marge von sechs Prozent, ebenfalls ein Rekordwert der ITCG, unterstreiche »die Erfolge des Unternehmens bei der eigenen Transformation vom IT-Personaldienstleister hin zum Partner der Digitalen Transformation«, so das Unternehmen. Der zugunsten von Managed Services und wiederkehrenden Umsätzen verschobene Umsatzmix soll die Ertragskraft weiter erhöhen. Das Management unter Vorstand Wolfgang Wagner rechnen mit weiter anhaltenden positiven Effekten im laufenden und kommenden Jahr.

Im Gegensatz zum oft volatilen, von der allgemeinen Konjunktur abhängigen Investitionsbereitschaft in IT-Projekte hat der Ausbau von Managed Services den positiven Effekt, dass Systemhäuser ihre Einnahmen besser planen können und sich die Erlöse konstant über alle Quartale hinweg verteilen. Bei Branchenprimus Bechtle ist das besonders gut abzulesen: Das Schlussquartal entscheidet nicht mehr so stark wie früher über das erreichte Jahresergebnis.

So blickt ITCG-Vorstand Wagner denn auch auf einen erfreulichen Jahresstart. Die Auftragsbücher sind nochmals besser gefüllt als im Vorjahreszeitraum. »Der Start in das Jahr 2019 verlief bislang geplant sehr positiv und brachte bereits einige Erfolge«, sagt Wagner.