Prozessautomatisierung: Alles neu gepackt bei Ratioform

Die Einführung neuer IT-Systeme ist ein zentraler Bestandteil der »Digitalen Agenda« beim Verpackungsspezialisten Ratioform. Das ERP-System »Microsoft Dynamics AX 2012« sorgt seither für automatisierte Geschäftsprozesse.

Ratioform-Zentrale in Pliening bei München
(Foto: Ratioform)

Mit einem jährlichen Versandvolumen von 300.000 Paketen ist Ratioform Verpackungen aus Pliening bei München Marktführer im Handel mit Verpackungen für Versand, Lager und Büro. Die 100-prozentige Tochter der Takkt AG aus Stuttgart stellt sich der Herausforderung des digitalen Wandels durch eine klar strukturierte, konsequente Projektarbeit im Rahmen ihrer »Digitalen Agenda«. Mit der Fokussierung auf die veränderten Bedürfnisse der Kunden im digitalen Zeitalter und mit klaren Umsatz- und Wachstumszielen ist diese vom Management im Mutterkonzern entwickelt und initiiert worden.

Neben der Einführung innovativer Geschäftsmodelle und der Schaffung flexibler Unternehmensstrukturen ist die Prozessautomatisierung dabei eine der Schlüsselaktivitäten. Dazu gehört die Modernisierung bestehender und die Einführung neuer IT-Systeme entlang der kompletten Wertschöpfungskette des Unternehmens.

Eines der zentralen Projekte im Rahmen der Digitalen Agenda war die Einführung eines einheitlichen ERP-Systems für alle Ländergesellschaften in Europa. In Anlehnung an andere Konzerngesellschaften wurde mit »Microsoft Dynamics AX 2012« ein komplett neues System aufgesetzt. Ziel dabei war es, die Schnittstellen innerhalb der Systeme bei Ratioform und im gesamten Konzern zu reduzieren und die Integration der Systeme voranzutreiben, um die Basis für zukünftiges Wachstum zu schaffen. Gleichzeitig wurden erfolgskritische Geschäftsprozesse automatisiert und damit wesentlich optimiert.

Durch die intensive Zusammenarbeit der IT mit dem Einkauf, der Finanzbuchhaltung und dem Controlling wurde binnen kurzer Zeit eine Lösung aufgesetzt, mit der rund 80 Prozent der Rechnungen ohne weiteren manuellen Eingriff verarbeitet werden. Um das zu erreichen, mussten allein für den Scan-Prozess 170 Templates angepasst werden, damit die Daten wie Bestellnummer oder Umsatzsteuer-ID in den unterschiedlichen Lieferanten-Rechnungen korrekt ausgelesen werden können.

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