Gaming-Retailer in der Krise: Gamestop muss Verkaufspläne absagen

Nachdem die letzten zwei Kaufinteressenten abgesprungen sind, droht die Investorensuche der Retail-Kette Gamestop zu scheitern.

(Foto: olympia-einkaufszentrum.de)

Der angeschlagene Gaming-Retailer Gamestop muss einen weiteren Rückschlag verkraften. Wie gamesindustry.biz berichtet, sind nun auch die zwei letzten Kaufinteressenten für die angestrebte Übernahme abgesprungen. Deshalb soll die Suche nach weiteren Investoren nun offenbar gänzlich eingestellt werden. Stattdessen will das US-Unternehmen, das schwer unter den wachsenden Onlineverkäufen im Games-Markt leidet, versuchen, sich in seinen Ladengeschäften mehr auf profitable Geschäftsbereiche wie Collectibles und Merchandising-Produkte zu konzentrieren. Es darf jedoch bezweifelt werden, ob diese Strategie ausreicht, um die weltweit größte Retail-Kette für Computerspiele angesichts der in der Games-Branche besonders starken Digitalisierung der Vertriebswege langfristig am Leben zu erhalten. In den letzten Jahren hatte Gamestop aufgrund der anhaltenden Schwierigkeiten weltweit bereits mehrere hundert Filialen schließen müssen. Die Aktie des Unternehmens brach nach der Meldung um weitere rund 25 Prozent ein und liegt mit nur etwas mehr als 11 US-Dollar jetzt wieder auf dem Niveau von 2005.