Bitkom: Online-Lebensmittelhandel erreicht kaum neue Kunden

Online Shoppen ist in Deutschland heute so selbstverständlich wie das Einkaufen im stationären Handel. Doch bei Lebensmitteln halten sich die Kunden zurück. Der Bitkom macht einige Stellschrauben aus, die Schwung in den Handel bringen könnten.

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Das Einkaufen von Lebensmitteln im Netz tritt laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom auf der Stelle und legt nur minimal zu. Hatten im Jahr 2016 noch 28 Prozent der Nutzer in Deutschland Lebensmittel online gekauft, sind es zwei Jahre später gerade einmal 29 Prozent. Dabei sei die Zufriedenheit mit den Angeboten für den Haustür-Service durchaus hoch, betont der Verband. Gut ein Drittel der Befragten (35 Prozent) gaben demnach auch an, sich durchaus vorstellen zu können, künftig Lebensmittel oder Getränke online zu kaufen.

Wie die Umfrage ergab, sind vor allem frische Lebensmittel noch wenig gefragt. Dagegen liegen Süßwaren (52 Prozent), Fertiggerichte und Konserven (41 Prozent), Lebensmittel etwa für die vegane Ernährung (29 Prozent) sowie Gourmet-Spezialitäten (27 Prozent) im Trend. Fleisch- und Wurstwaren (25 Prozent), Milchprodukte (22 Prozent) und Obst und Gemüse (21 Prozent) rangieren dagegen deutlich darunter.

Als »Achillesferse« sieht der Verband die bislang wenig flächendeckende Verbreitung solcher Angebote, die sich vorwiegend an Nutzer in Großstädten richten. Mit wachsender Bekanntheit düften jedoch auch die Umsätze im Online-Lebensmittelhandel steigen, schätzt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Hilfreich würden hier vor allem innovative Logistiklösungen sein, die eine Lieferung zum Beispiel ermöglicht, auch wenn der Kunde nicht zu Hause ist, etwa mit sogenannten Smart-Lock-Systemen. Solche Lösungen könnten helfen, »den Gordischen Knoten zu durchtrennen«.

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