Big Data: Palantir-Chef verteidigt Arbeit für Sicherheitsbehörden

Palantir ist ein geheimnisumwobenes und heftig umstrittenes Start-up. Unter den Nutzern ihrer Datenanalyse-Software sind US-Geheimdienste wie CIA und NSA - aber auch die hessische Polizei. Mitgründer und Chef Alexander Karp schwärmt in einem Interview von Deutschland.

(Foto: Palantir)

Der Mitgründer und Chef der Datenanalyse-Firma Palantir, Alexander Karp, hat die Arbeit des Start-ups mit Sicherheitsbehörden verteidigt. In einem Interview des Podcasts »inside.pod« des Medienkonzerns Axel Springer verwies Karp unter anderem darauf, dass die hessische Polizei nach eigenen Angaben mit Hilfe der Software des Unternehmens einen Terroranschlag vereitelt habe.

»Ich erfahre von einer verhinderten Terrorattacke in Europa ungefähr ein Mal pro Woche«, sagte Karp weiter in dem am Mittwoch veröffentlichten Gespräch mit Springer-Konzernchef Mathias Döpfner. »Ich denke, dass wenn diese Anschläge passiert wären, Sie eine ganz andere politische Realität hätten.« Palantir könne über solche Fälle aber nicht von sich aus sprechen.

Der Fall in Hessen war im Sommer bekanntgeworden, kurz bevor der Zuschlag für Palantir zum Thema für einen Untersuchungsausschuss des Landtags wurde. Er ging monatelang der Frage nach, ob die Vergabe des Auftrags rechtens war. Hessen hatte als erstes Bundesland Software von Palantir eingekauft.

Palantir gilt als eines der am höchsten bewerteten, aber auch besonders geheimniskrämerischen Start-ups. Die Software der Firma, die diverse Arten von Daten miteinander verknüpfen kann, soll unter anderem bei US-Geheimdiensten wie CIA und NSA sowie der Bundespolizei FBI im Einsatz sein. Auf die Frage, ob Palantir tatsächlich auch dabei geholfen habe, Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden aufzuspüren, sagte Karp, er dürfe das nicht kommentieren.

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