Audit-Risiken vermeiden: »Attraktive Angebote bei gleichzeitig sehr guten Margen«

Boris Vöge, Geschäftsführer des Gebrauchtsoftwarehändlers Preo, warnt im Interview mit CRN vor den großen Risiken undurchsichtiger Lizenz-Geschäfte und erklärt, warum auch die vermeintlich sichere Blockchain diese Probleme nicht komplett lösen kann.

Gebrauchter Lizenzkauf auf Nummer Sicher

CRN: Wie können Händler und Kunden sich aus Ihrer Sicht wirklich effizient absichern, dass sie nur gültige Lizenzen erwerben? Müssten hier nicht auch die Hersteller endlich helfen, Klarheit zu schaffen?
Vöge: Die Hersteller werden nicht helfen und sind zugegebener Maßen auch gar nicht notwendig für den sicheren Handel gebrauchter Software. Die Verantwortung liegt beim Anwender und natürlich auch dem Reseller. Solange diese den leeren Versprechungen einiger Anbieter Vertrauen schenken, dass diese sie im Ernstfall mit allen Informationen versorgen, und ansonsten auf die billigsten Angebote hereinfallen, solange werden die Raubkopien und EDU-Lizenzen weiter gekauft und die Augen beim nicht bestandenen Audit groß sein.

CRN: Immer wieder wird auch behauptet, die ursprünglichen Lizenzbesitzer wollten nicht genannt werden. Können Sie hier aussagekräftige Gegenbeispiele liefern, wer alles Lizenzen verkauft und kauft?
Vöge: Jedes Unternehmen, das Software an die PREO Gruppe, zu der auch li-x gehört, verkauft, willigt ein namentlich genannt zu werden - es gab noch bei keinem Unternehmen Diskussionen über deren zukünftige Nennung in der Rechtekette, weder bei der Schaeffler-Gruppe noch bei der Deutschen Bundesbank.
Unsere Reseller schätzen das Wissen über die Lizenzherkunft und die li-x Workflows. Sicherheit und Compliance stehen bei unseren Kunden und den Kunden unserer Kunden an erster Stelle.