Großrechner unter neuer Verwaltung: T-Systems verkauft Mainframes an IBM

Die Telekom Großkunden-Tochter T-Systems will ihren Geschäftsbereich Mainframe Services für über 850 Millionen Euro an IBM verkaufen.

Der neue T-Systems-Chef Adel Al-Saleh zeigt zum Jahresauftakt direkt, wie ernst er seine Pläne zur grundlegenden Umstrukturierung des Unternehmens meint. Wie das Handelsblatt unter Berufung auf interne Mitteilung berichtet, will er die Sparte Mainframe Services für 860 Millionen Euro an IBM verkaufen. Zwar sollen die Großrechner auch nach dem Verkauf in den Rechenzentren der Telekom-Tochter verbleiben, aber künftig vom neuen Eigentümer IBM betrieben werden. Dafür sollen dem Bericht zufolge auch 400 entsprechend geschulte Mitarbeiter in sechs Ländern zu IBM wechseln. Vorbehaltlich der Zustimmung der Telekom-Führung und der Kartellbehörden soll der Deal im Mai abgeschlossen werden.

Wie ein Sprecher von T-Systems gegenüber dem Handelsblatt ausführt, soll der Schritt allerdings keinen Ausstieg aus dem Geschäft mit Großrechner-Services bedeuten, sondern vielmehr eine Umstrukturierung. Man werde auch selbst weiterhin Mainframe-Dienste anbieten, wenn auch künftig in enger Zusammenarbeit mit IBM. Auf die bestehenden Verträge mit Kunden mit T-Systems soll der Verkauf indes keine Auswirkungen haben.