Open-Source-Software in neuer Version: Linux 5.0 ist da

Seit dieser Woche steht die erste Vorab-Version von Linux 5.0 (RC1) bereit.

(Foto: Spectral-Design - Fotolia)

Linus Torvalds hat die erste Vorab-Version von Linux 5.0 (RC1) freigegeben. Dabei weist der Kernel-Maintainer jedoch ausdrücklich darauf hin, dass der numerische Sprung nicht überbewertet werden sollte. »Die Änderung der Nummerierung ist kein Hinweis auf etwas Besonderes. Wenn ihr einen offiziellen Grund haben wollt, dann ist es der, dass mir die Finger und Zehen für die weitere Zählung ausgegangen sind. Also wurde aus 4.21 jetzt eben 5.0«, so der Linux-Vater augenzwinkernd. Ähnlich wie bei den üblichen regelmäßigen Updates bringe die neue Version vor allem neue Treiber (50 Prozent), Architektur-Updates (20 Prozent), Tools (10 Prozent), Dokumentationseinträge sowie diverse Verbesserungen in den Bereichen Netzwerke, Dateisysteme, der Header-Datei und des Kernel-Codes.

Trotz dieser Bescheidenheit hat die nächste Linux-Generation, in die rund 11.000 Code-Commits eingeflossen sind, aber auch einige wichtige Neuerungen zu bieten. So werden damit nun etwa Touchscreens für den Raspberry Pi unterstützt und die FreeSync-Technologie von AMD unterstützt. Außerdem sind erste Treiber für die neuen Turing-GPUs der Geforce RTX-Familie von Nvidia enthalten, auch wenn diese laut ersten Tests derzeit noch mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen haben.