Verdacht auf Absprachen bei Bezahl-Apps: Wettbewerbshüter durchsuchen Schweizer Banken

In der Schweiz wurden mehrere Banken durchsucht, weil sie ihren Bezahl-Apps durch Absprachen einen wettbewerbswidrigen Vorteil gegenüber Konkurrenten verschafft haben sollen.

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Wegen des Verdachts von Absprachen bei Bezahl-Apps haben die Wettbewerbshüter mehrere Banken und Kreditkartenfirmen in der Schweiz durchsucht. Gegenstand des Verfahrens sei ein mutmaßlicher Boykott mobiler Bezahllösungen internationaler Anbieter wie Apple Pay und Samsung Pay, teilte die Wettbewerbskommission (Weko) am Donnerstag mit. Es bestehe der Verdacht, dass Finanzinstitute sich abgesprochen hätten, um die Schweizer Lösung Twint zu bevorzugen.

Betroffen von der Razzia waren die Banken Credit Suisse und UBS, die Postfinance AG sowie die Kreditkartenfirmen Swisscard und Aduno. Die Institute wiesen die Vorwürfe als unbegründet zurück und betonten ihren Kooperationswillen mit den Behörden. »Wir sind überrascht über diese Untersuchung und überzeugt, dass die Anschuldigungen sich als unbegründet erweisen werden«, teilte Credit Suisse mit.