Systemhaus steigert Quartalsumsatz um fast ein Viertel: Managed Services sorgen für Gewinnsprung bei IT Competence Group

Die börsennotierte IT Competence Group ist beim Umsatz, mehr aber noch beim Ergebnis auf Wachstumskurs. Managed Services treiben den Gewinn nach oben.

»Wir blicken aktuell auf eine dynamische Entwicklung unserer gesamten Geschäftsfelder. Sowohl im IT-Segment als auch im Bereich mobile Dateninfrastrukturen beobachten wir eine starke Nachfrage nach unseren Dienstleistungen«, kommentiert CEO Wagner

Die an der Münchner Börse notierte IT Competence Group hat ein gutes drittes Quartal 2018 hingelegt. Die Umsätze zogen um starke 23 Prozent auf 6,4 Millionen Euro an. Vorstand Wolfgang Wagner gelang auch der Turnaround beim Gewinn: Nach einem mageren Vorjahresquartal mit nahezu keinem Überschuss lag das Ebitda zwischen Juli und September 2018 bei 0,5 Millionen Euro – eine Marge von 5,2 Prozent. Vor Steuern addiert sich der Überschuss in den ersten neun Monaten auf 0,6 Millionen Euro.

Das »starke dritte Quartal«, so Wagner, könne dafür sorgen, dass die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr von einer Million Euro nicht nur am oberen Ende erreicht, sondern übertroffen werden könnte. Das hängt freilich vom aktuellen Jahresendspurt ab, in dem viele Systemhäuser traditionell ihr bestes Quartal erzielten. Das ist bei der IT Competence Group anders, die überraschenderweise in den dritten Quartalen ihr stärkstes Geschäft erziele, wie der IT-Dienstleister meldet.

»Wir blicken aktuell auf eine dynamische Entwicklung unserer gesamten Geschäftsfelder. Sowohl im IT-Segment als auch im Bereich mobile Dateninfrastrukturen beobachten wir eine starke Nachfrage nach unseren Dienstleistungen«, kommentiert CEO Wagner. Nicht nur seine Gesellschaft läuft derzeit gut, die starke Nachfrage nach IT-Dienstleistungen treibt seit einigen Jahren die Geschäfte der Systemhaus-Branche.

Wie andere Systemhäuser, die ihr Geschäftsmodell auf höherwertige, sprich rentablere Services wie IT-Betrieb im Managed Service- und Cloud-Modell ausrichten, richtet auch die IT Competence Group ihren Fokus stärker auf solche IT-Dienstleistungen, die im Gegensatz zum Projekt- oder Handelsgeschäft regelmäßig und längerfristig Geld in die Kasse eines Systemhauses spülen. »Wir erreichen durch eine Verschiebung unserer Services hin zu langlaufenden Managed Services Verträgen in Kombination mit innovativen Dienstleistungsangeboten ein kontinuierlich steigendes Margenniveau«, so Wagner. Er sieht »für die nächsten Jahre große Potentiale Umsatz und Marge noch deutlich zu steigern«.

Mit 220 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 22 Millionen Euro gehört IT Competence Group zu den mittelgroßen IT-Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen. Der Markt ist stark fragmentiert, neben den Branchenriesen wie Bechtle, Computacenter, Cancom oder T-Systems spielen vor allem viele kleinere, lokal bei den Kunden stark verankerte Systemhäuser eine große Rolle. Was ihnen an oft an Fachpersonal mit entsprechenden IT-Zertifizierungen und an Lösungsbreite für verschiedene Fachgebiete fehlt, machen sie durch eine ausgezeichnete Vernetzung untereinander wett. Nicht selten entwickeln sich nahezu unbekannte Systemhäuser zu wahren IT-Perlen, die von Wettbewerbern (wie Hollmann IT) oder der Industrie (wie Exabyters) geschluckt werden.