AWS bleibt eine Cashcow: Amazon enttäuscht trotz Rekordzahlen

Obwohl Amazon im Sommer gute Geschäfte macht, sind die Anleger von den aktuell vorgelegten Zahlen enttäuscht - sie haben neue Rekorde erwartet. Auch der Ausblick auf das Weihnachtsgeschäft bleibt hinter den Erwartungen zurück.

(Foto: Amazon)

Sowohl das Handelsgeschäft als auch IT-Dienstleistungen sorgen bei Amazon weiterhin für gute Zahlen. Im abgelaufenen dritten Quartal schoss der Gewinn gegenüber dem Vorjahr von 256 Millionen auf satte 2,9 Milliarden Dollar in die Höhe, wie der Online-Händler mitteilte. Wie fast in jedem Quartal konnte Amazon auch hier wieder mit einem Rekord aufwarten: Soviel hatte das Unternehmen noch nie in seiner Firmengeschichte verdient. Auch die Umsätze stiegen deutlich um knapp 30 Prozent auf 56,6 Milliarden Dollar.

Trotz der Fabelzahlen ging es mit den Amazon-Papieren zeitweise um bis zu sieben Prozent nach unten. Der Grund: Experten hatten einfach noch bessere Zahlen erwartet. Enttäuscht waren Anleger und Analysten auch vom Ausblick Amazons auf das vierte Quartal, in das auch das lukrative Jahresendgeschäft fällt. Hier stellte der Online-Konzern einen Umsatz zwischen 66,5 und 72,5 Milliarden Dollar in Aussicht - auch hier hatten sich Anleger und Finanzexperten höhere Zahlen erwartet. Bedenklich ist für viele aber auch der deutliche Kostenanstieg im dritten Quartal. Um satte 22 Prozent ging es mit ihnen auf 52,8 Milliarden Dollar nach oben. Zumal ist hier keine Besserung in Sicht, schließlich ist Amazon für seine ausgedehnte Innovationsfreude bekannt und hat auch nicht angekündigt, mit ihr in Zukunft hinter dem Berg halten zu wollen.

Dennoch: Amazon ist und bleibt ein Goldesel. Vor allem im attraktiven Cloud-Geschäft bleibt der Online-Konzern mit seiner Tochter AWS Marktführer und konnte hier seine Einnahmen um 46 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar steigern.