Patches gegen Fehler im Windows-10-Update: Microsoft flickt Update-Probleme

Mit neuen Patches will Microsoft Nutzern helfen, bei denen nach der ersten Version des Oktober-Updates Probleme wie eine deaktivierte Sound-Ausgabe auftreten. Andere Betroffene, bei denen etwa Daten gelöscht wurden, haben weniger Glück.

Nachdem sie sich zuerst noch über eine schnelle Installation des großen Oktober-Updates für Windows 10 gefreut hatten, kam für einige Nutzer genauso schnell das böse Erwachen. Zahlreiche Rechner bleiben seither stumm, weil die Sound-Ausgabe nicht mehr funktioniert. Noch härter traf es einige Windows-10-Nutzer, bei denen einige Dokumente im Standard-Ordner »Eigene Dokumente« plötzlich nicht mehr auffindbar sind. In einigen wenigen Fällen haben die Geräte seit dem Update auch mit einer übermäßigen CPU-Auslastung zu kämpfen oder wollen gar nicht mehr starten. Microsoft hatte den Rollout deshalb umgehend gestoppt und inzwischen eine neue Version des Pakets vorgelegt, die nun allerdings zuerst noch ausgiebig im Rahmen des Insider-Programms getestet werden soll.

Da dies noch eine Weile dauern kann, gibt es jetzt – zumindest für die meisten der von den Problemen Betroffenen – zudem eine schnelle Lösung mittels Hotfix. So hat Microsoft etwa herausgefunden, dass die Sound-Probleme auf die Integration falscher Treiber für die verbreiteten Soundchips von Intel und Realtek zurückzuführen sind. Eine peinliche Panne, die sich jedoch durch die Installation des »KB4468550«-Updates relativ problemlos beheben lassen sollte. Ähnlich sieht es bei einigen Fällen aus, in denen auf Systemen mit einer bestimmten Group Policy fälschlicher Weise Nutzerkonten gelöscht wurden. Hier soll der Fix »KB4464330« helfen. Und auch für die CPU-Probleme gibt es eine Lösung von Intel, die am besten von allen Nutzern noch vor der Installation des Updates aufgespielt werden soll.

Weniger Glück haben hingegen die Nutzer, denen Daten verloren gegangen sind. Laut Microsoft-Zahlen dürfte dies nur wenige hundert Systeme betreffen, auf denen die Standard-Ordner per »Known Folder Redirection« (KFR) auf einen anderen Speicherort verknüpft wurden, aber auch an ihrem originalen Platz nicht leer waren. Microsoft verspricht zwar, diesen Kunden notfalls auch mit einer Datenwiderherstellung beiseite zu stehen, allerdings mit unklarer Aussicht auf Erfolg. Betroffene sollen sich dazu an eine Service-Hotline wenden und das Gerät möglichst nicht mehr benutzen. Noch ärgerlicher dürfte das für die Betroffenen insofern sein, da inzwischen bekannt ist, dass das Problem schon bei vorherigen Tests im Insider-Programm mehrfach aufgefallen war, aber nicht behoben wurde.