CRN Channel Konferenz 2018: Arbeitsplatz der Zukunft ohne Systemhäuser?

Trotz manch düsterer Zeichen an der Wand ist sich Marcel Sternkopf sicher, dass Systemhäuser auch in Zukunft einen wichtigen Platz in der ITK-Branche haben werden – wenn auch wahrscheinlich mit anderen Geschäftsmodellen als heute.

Marcel Sternkopf ist als Chef des Systemhauses Securehead selbst vom Wandel betroffen
(Foto: CRN)

Noch am Vortag der Channel-Konferenz liefert Microsoft Marcel Sternkopf einen weiteren Beleg für seine Befürchtung, der Digital Workplace werden womöglich am Channel vorbei direkt aus der Hersteller-Cloud kommen. Microsoft werden mit dem Managed Desktop einen Services anbieten, der sich aus einer Kombination von Hardware, Software und einer Cloud-Analyse zusammensetzt, schreibt CRN. Sternkopf, der sich mit seinem Systemhaus Securehead auf Managed Services konzentriert, beobachtet schon seit längerem Microsofts Wandel im Produktportfolio, das sich dem eines Systemhauses und MSPs in der Tat nicht unähnlich entwickelt. Doch wird dieser Hersteller, der über den Channel einen Großteil seines Milliarden-Umsatzes erzielt, wirklich in ganzer Breite den Arbeitsplatz der Zukunft direkt an Anwenderunternehmen vermarken?

»Solange Kunden native Applikationen haben, werden sie uns IT-Dienstleister brauchen«, relativiert Sternkopf denn auch seine Sicht. Darin könnte letztlich der Schlüssel liegen, warum im Cloud-Zeitalter Systemhäuser und MSPs auch weiterhin Geld verdienen können: Sie haben den lokalen Zugang zum Kunden, sind – anderes als Konzerne – flexibel und können auf Augenhöhe agieren. Apropos Augenhöhe: Dass gerade IT-Konzerne wie Microsoft keinen Mittelstand können, davon sind Systemhaus-Chefs wie Franz Obermayer von Fox IT fest überzeugt.

Und hier finden Sie die besten Bilder von der CRN Channel Konferenz 2018: