Mit Lars ins Verderben: Schwerter zu Büroklammern

Anfangs schien die künstliche Intelligenz L.A.R.S, das Last Artificial Research System, alle Probleme der Menschheit zu lösen. Dann kam es anders.

(Foto: Vasily Popov - Fotolia)

Erst brachte die künstliche Intelligenz L.A.R.S. das Finanzsystem in Ordnung, dann machte sie wichtige Entdeckungen in der Quantenphysik und Genetik. Krankheiten wurden besiegt, Hungersnöte bekämpft, Waffensysteme vernichtet, die Umweltzerstörung gestoppt. Schließlich löste Lars sogar das Problem der Überbevölkerung, indem er die Zahl der maximal möglichen Nachkommen genetisch auf zwei begrenze. Das tiefe Wissen in der Quantenphysik nutzte Lars, um mittels eines Quantenradierers große Naturkatastrophen im Nachhinein ungeschehen zu machen. Auch gelang ihm die Erfinung eines Transportsystems, das dem Beamen in Star Trek ziemlich ähnlich war. Alle waren glücklich mit Lars.

Doch dann machte Trainee Peter Fischer einen fatalen Fehler: Er trug Lars auf, die perfekte Büroklammer herzustellen. Und so fing Lars mit Hilfe seiner kybernetischen Systeme und Roboter-Gehilfen das Biegen von Metalldrähten an. Jede neue Büroklammer war ein bisschen besser als die vorherige. Doch weil Peter nicht definiert hatte, was eine perfekte Büroklammer ausmacht, war Lars nie zufrieden und häufte Unmengen Büroklammern an, die bald ganze Lagerhallen füllten. Als er daran ging, sämtliche Bodenschätze und Energiereserven anzuzapfen, um sein Werk fortzuführen, wurde die Menschheit langsam nervös. Pläne wurden geschmiedet, wie man Lars abschalten oder vernichten könnte. Da dies seinem Auftrag, die perfekte Büroklammer herzustellen, zuwiderlief, fing Lars an, die Menschheit zu bekämpfen. Als nach wenigen Jahren alles Leben ausgelöscht und die gesamte Erde mit Büroklammern übersät war, ersann Lars Pläne, wie er auf den Mond und die übrigen Planeten gelangen konnte, um dort unermüdlich seine Suche nach der perfekten Büroklammer fortzusetzen.