Selbstlernende Technologie: Spracherkennung aus der Schweiz

Spitch ist ein schweizerisches Unternehmen mit Schwerpunkt auf KI-gestützten Sprachlösungen und will nun auch in Deutschland einen Channel aufbauen.

Director Sales & Consultancy DACH bei Spitch
(Foto: Spitch)

Die Spracherkennungstechnologien von Amazon, Apple, Google und Microsoft geben einen Vorgeschmack auf das Computer-Interface der Zukunft: Geräte werden nicht mehr per Touch, Maus oder Tastatur bedient, sondern per Sprachbefehl. Auch wenn Alexa, Siri, Cortana und Konsorten bereits auf dem Markt sind, steckt die Technologie noch in den Kinderschuhen. Hier setzt das Schweizer Unternehmen Spitch mit Sitz in Zürich an: Sein Lösungs-Portfolio umfasst Spracherkennungstechnologien, biometrische Sprecher-Erkennung, stimmliche Benutzerschnittstellen und natürliche Sprachdatenanalyse. Die Spitch-Sprachanalyse basiert auf einer selbstlernenden Technologie, die mündliche Eingaben in Echtzeit erkennt, analysiert und versteht. Die Vision von Spitch ist, es Unternehmen zu ermöglichen, Kunden automatisch zu identifizieren, zu verstehen und zu betreuen.

Die Lösungen von Spitch bieten etwa für den Bankensektor eine Identifizierung während eines Gesprächs und helfen somit, einen Identitätsbetrug in Echtzeit zu verhindern. Die Spitch-Lösung VeryFi kann etwa für Krankenhauspersonal verwendet werden, um den Zugriff zu den Krankenakten zu ermöglichen. Auch das Mitschneiden und Verstehen etwa von Telefonaten in Echtzeit soll möglich sein. Dabei gilt es zu bedenken, inwieweit das mit dem Arbeits- und Datenschutzrecht vereinbar ist. Was Alexa und Ihresgleichen nicht können: Die Technik von Spitch erkennt nach einem Training jeden Schweizer Dialekt.

Ein anderes Szenario: Mit dem Softwareentwicklungsset zur Sprachanalyse können Automobilhersteller biometrische Spracherkennung in ihre Konzepte einbetten. Dies ermöglicht es etwa dem Fahrer, sein Auto mit einem Mobilgerät durch Spracheingabe zu steuern: Er kann vor dem Einsteigen den Motor starten oder die Klimaanlage einstellen, das Auto auf dem Parkplatz wiederfinden oder Parkfunktionen verwenden. Laut Georg Theunissen, Director Sales & Consultancy DACH bei Spitch, soll auch in Deutschland ein Channel für Spitch-Lösungen aufgebaut werden.