Gebietsschutz und Vetorecht bei iTeam: Protektionistische Systemhaus-Platzhirsche

Gemeinsam den IT-Servicemarkt entwickeln und das Geschäft stärken: Noch nie waren Systemhaus-Kooperationen so wichtig wie heute. Doch es gibt auch Abschottung gegen Neumitglieder. Sie schadet am Ende allen.

Würde gerne iTeam-Mitglied werden, darf aber nicht: Marcel Sternkopf
(Foto: Securehead)

Keine drei Stunden dauerte es, da erhielt Marcel Sternkopf eine Absage. Er würde gerne mit seinem IT-Dienstleister SecureHead der Systemhauskooperation iTeam beitreten. Darf aber nicht. Gleiches widerfuhr Maximilian Pfister, Gründer von Niteflite Networxx. Der Autotask-Partner der ersten Stunde hierzulande scheiterte ebenso. Nicht dass diese MSP-Pioniere nichts zu sagen hätten. Im Gegenteil: Beide teilen auf Events gerne ihr Wissen und würden mit ihrem Know-how in Zukunftsthemen anderen iTeam-Partnern wichtige Impulse geben können. Pech für die beiden und zum Schaden der meisten anderen über 300 iTeam-Mitglieder: Ihre Unternehmen liegen im 30-Kilometer-Umkreis von Starnberg.

Ebenso Maximilan Pfister
(Foto: CRN)

Dort pocht iTeam-Mitglied Martin Eickelschulte mit seinem gleichnamigen Systemhaus auf Gebietsschutz und macht von seinem Vetorecht fleißig Gebrauch. Beide Abgewiesenen sehen im Vetorecht eher ein Instrument der Protektion, um sich vor unliebsamer Konkurrenz zu schützen. Doch kann das wirklich sein, wo Eickelschulte doch auch Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Starnberg ist und die Aufgabe hat, die regionale Wirtschaft zu stärken?

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