Reaktion auf neues Messekonzept: CEBIT wieder fünf volle Tage

Zu viel Festival, zu wenig Zeit für Ausstellung: Die CEBIT korrigiert ihr neues Messekonzept und will ihr Profil als Europas führendes Digital-Event schärfen. Mit einem neuen Schwerpunkt kommt die CEBIT Systemhäusern und dem Fachhandel entgegen.

Deutsche Messe-Vorstand Oliver Frese kündigt einige Änderungen am neuen Messekonzept der CEBIT an
(Foto: Deutsche Messe AG)

Mit »starkem Rückenwind der Hightech-Branche« startet die »Vermarktungssaison« der CEBIT 2019, gibt sich Deutsche Messe-Vorstand Oliver Frese optimistisch. Das Feedback der Hersteller und Partner auf die diesjährige Neuausrichtung bestärke die Messe, »den Weg der Transformation der CEBIT konsequent weiterzugehen«, sagt der Manager. Er will die Messe noch klarer als »Europas führendes Digital-Event positionieren«. Präsenzausstellung (d!expo), Konferenz (d!talk) und Festival (d!campus) werden auch die tragenden Säulen der CEBIT 2019 bilden. Mit einigen organisatorischen und inhaltlichen Änderungen reagiert die CEBIT allerdings auf Kritik, die es seitens von Ausstellern und Besuchern gab.

Die CEBIT 2019 (24. bis 28.Juni 2019) wird wieder volle fünf Tage ihre Messehallen öffnen, von Montag bis Freitag, und zwar wieder ab 9 Uhr bis 18 Uhr. Die Festival-Ära rund um das Expo-Dach bleibt dagegen bis 22 Uhr geöffnet. Außerdem halbiert die CEBIT die Eintrittspreise: Im Vorverkauf kostet das Wochenticket künftig 100 Euro, das Tagesticket 50 Euro. Teurer wird lediglich die Eintrittskarte am Abend, ab 16 Uhr zahlen Besucher 25 Euro.

Inhaltlich verspricht die CEBIT einen neuen Schwerpunkt: »Digitized Services«. Hier sollen die Veränderungen im Service-Sektor zur Sprache kommen. Künstliche Intelligenz, Blockchain, Data Analytics und Cybersecurity sind die Themen, die Aussteller mit Lösungen wie Serviceplattformen zeigen und erklären werden.
Messe-Vorstand Frese kündigt zudem an, dass Themen rund um Systemhäuser und den Fachhandel ausgebaut werden.

Den Trend, dass sich Systemhäuser hin zum IT-Service- und MSP-Anbieter wandeln, hat die CEBIT erkannt. Gelingt es, für diese Zielgruppe das thematische Angebot auszubauen, wäre das eine Bereicherung.

Das könnte insbesondere für Systemhauskooperationen wie iTeam, Comteam, Nordanex oder Kiwiko interessant werden. Wenn es der CEBIT gelingt, dass sich diese und weitere Netzwerke mit ihren Mitgliedern thematisch einbringen, wäre dies für den Systemhausmarkt und serviceorientierten Fachhandel ein Gewinn.