Genehmigung der EU-Kommission: Apple darf Shazam übernehmen

Die EU hat keine Einwände gegen die Übernahme der Musikerkennungsapp Shazam durch Apple.

(Foto: Shazam)

Rund neun Monate, nachdem Apple angekündigt hat, die Musikerkennungsapp Shazam kaufen zu wollen, hat die EU-Kommission ihr Okay gegeben. Sie hatte eingehend geprüft, ob die Übernahme sich negativ auf den Wettbewerb auswirken kann, kam nun aber zu dem Schluss, dass das nicht zu erwarten ist. Die Übernahme von Shazam durch Apple werde den Wettbewerb auf dem Markt für digitale Musik-Streamingdienste nicht einschränken, erklärte EU-Kommissarin Margrethe Vestager.

Unter anderem hatten die Wettbewerbshüter geprüft, ob Apple durch die Shazam-Daten einfacher an Nutzer von Streamingdiensten herantreten könnte, um sie zum eigenen Angebot zu locken. Allerdings würde »der Zugang zu den Daten von Shazam es Apple nicht wesentlich erleichtern, Musikinteressierte anzusprechen, und jedes Verhalten, das bezwecken würde, die Kunden zu einem Wechsel zu ermutigen, hätte nur vernachlässigbare Auswirkungen«, so das Ergebnis der Untersuchungen.

Außerdem ging es in der Prüfung darum, ob es für die Apple-Konkurrenten nachteilig wäre, wenn Shazam künftig keine Nutzer mehr an sie verweisen würde. Hier kam die EU zum Ergebnis, die App sei »als Zugangspunkt zu den Musik-Streamingdiensten der Wettbewerber von Apple Music nur von begrenzter Bedeutung«. Auch eine Zusammenführung der Datensätze von Apple und Shazam sieht man entspannt: Sie würde dem Unternehmen »keinen einzigartigen Vorteil verschaffen«. Die Daten von Shazam seien nicht einzigartig, sodass die Wettbewerber die Möglichkeit hätten, auf ähnliche Datenbanken zuzugreifen.