Sage Software sucht einen neuen Chef: Sage-CEO wirft das Handtuch

Der als Sanierer angetretene Stephen Kelly tritt als CEO des britischen Software-Anbieters Sage ab. Die operativen Aufgaben hat Kelly mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Sage sucht einen Nachfolger.

Sage-CEO Stephen Kelly tritt nach vier Jahren an der Spitze zurück
(Foto: Sage)

Die britische Sage-Gruppe und ihr CEO Stephen Kelly gehen künftig getrennte Wege. Wie der Software-Konzern bekannt gab, wird Kelly seine Ämter als CEO und Direktor niederlegen und das Unternehmen zum 31. Mai 2019 verlassen. Aus dem opertiven geschäft zieht sich Kelly mit sofortiger Wirkung zurück. Seine Aufgaben übernimmt vorerst kommissarisch CFO Steve Hare zusätzlich zu seinem Verantwortungsbereich. Sage sucht derweilen nach einem neuen CEO.

Kelly stand vier Jahre an der Spitze von Sage Software. Er war angetreten, um das Unternehmen zu restrukturieren und zu einem Cloud-Konzern zu machen. Kelly sprach von enormen Veränderungen, die er in den vier Jahren herbeigeführt habe. Bei seinem Eintritt sei Sage ein fragmentiertes Unternehmen gewesen mit minimaler Präsenz in der Cloud. Die unter seiner Ägide geschaffene Sage Business Cloud würde mittlerweile einen erheblichen Anteil an wiederkehrenden Umsätzen zum Geschäft beitragen.

Der Software-Hersteller hatte allerdings zuletzt die selbst gesetzten Wachstumsziele verfehlt und sich erst vor kurzem von rund 30 Managern getrennt. Der überraschende Rücktritt des CEO sorgte für einen Kurssturz der Sage-Aktie an der britischen Börse.