Neuer Registrierungsprozess: Netflix hat keine Lust mehr auf Apple-Gebühr

Um die hohen Provisionen bei Abschlüssen auf iOS-Geräten zu umgehen, testet Netflix einen neuen Registrierungsprozess. Der Streaming-Anbieter kann damit viel Geld sparen.

(Foto: Netflix)

Längst ist Netflix zu so einem großen Spieler geworden, dass der Streaming-Anbieter nicht mehr auf Plattformen wie iTunes angewiesen ist, um Abo-Kunden zu gewinnen. Deshalb testet das Unternehmen einem aktuellen Techcrunch-Bericht zufolge in 33 Ländern einen neuen Registrierungsprozess. Auch deutsche Kunden werden nun über einen Button in der Netflix-App auf eine mobile Website umgeleitet, auf der sie die Registrierung abschließen können. Der Anbieter umgeht so die Registrierung über iTunes, für die Apple immer eine Provision verlangt. Mit der neuen Maßnahme kann Netflix viel Geld einsparen. Aktuell erhält Apple bei Abschlüssen in der iOS-App im ersten Jahr satte 30 Prozent der Netflix-Gebühr, ab dem zweiten Jahr dann 15 Prozent.

Laut Techcrunch soll der Pilotversuch bis zum 30. September andauern, um zu testen, ob die Nutzer den neuen Registrierungsprozess verstehen. Neben Deutschland setzt Netflix auf die neue Bezahlmethode auch in Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Dänemark, Ecuador, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Korea, Malaysia, Mexiko, Norwegen, Österreich, Peru, Philippinen, Polen, Slowakei, Südafrika, Spanien, Schweden, Taiwan, Tschechien, Ungarn und Thailand.

Netflix ist nicht das erste Unternehmen, das Maßnahmen gegen Apples teures Provisionsmodell ergreift. Auch Spotify lässt seine Neuabschlüsse und Verlängerung per Umleitung auf eine eigene Website vornehmen. Andere Unternehmen verlangen bei Abschlüssen über iTunes höhere Preise als auf der eigenen Website.