Künstliche Intelligenz: KI hilft beim Bierbrauen

Das »Beer Fingerprint Project« soll Forschern dabei helfen mittels der KI das Brauverfahren zu optimieren und mehr über die Prozesse zu lernen. Dafür sorgen Sensoren und Machine- Learning- Algorithmen.

(Foto: Robert Kneschke - fotolia)

Die dänische Carlsberg-Brauerei entwickelt hunderte kleiner Mikroliter Gebräue und Biere. Laut Jochen Förster , Professor für die Fermentierung im Carlsberg Research Laborator, seien diese kaum testbar. Deshalb startete das Unternehmen das »Beer Fingerprint Project" mit dem Ziel einen Geschmacksfingerabdruck für jede Bierprobe zu erstellen, um die Produktionszeit einer neuen Biersorte um ein Drittel zu verringern.

Sensoren und Machine- Learning- Algorithmen sollen verschiedene chemische Zusammensetzungen und Komponenten analysieren. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Microsoft Azure. Das Software-Unternehmen hilft die Ergebnisse der Sensoren auszuwerten. Anschließend soll feststellbar sein, welchen Geschmack das Bier erhalten wird. Hierfür wurde Microsoft vorab eine große Datenmenge zu unterschiedlichen Hefe- Mischungen zur Verfügung gestellt.
In einem Blogeintrag von Microsoft heißt es, die KI könne nach sechs Monaten seit Beginn des Projekts bereits ein Karlsberger von einem Pilsner unterscheiden. Das Projekt soll noch weitere zweieinhalb Jahre laufen.

Doch nicht nur die Carlsberg- Brauerei zieht Profit aus der KI-Technik. Die App des Start-Ups »PicoBrew« soll mithilfe der KI die jeweilige Rezeptur herausfinden. Dies geschieht durch Daten zahlreicher Bierbrauer. Auch das Start-Up »IntelligentX Brewing« setzt auf die Künstliche Intelligenz. Ein Chatbot sammelt dort die Feedbacks der Kunden, welche anschließend helfen die Rezeptur zu verbessern.