Der nächste digitale Geldbeutel: Apple Pay kommt nach Deutschland

Nur wenige Bundesbürger zahlen bislang mit ihrem Smartphone an der Ladenkasse. Nun drängen US-Techkonzerne auf den Markt: Nach dem Start von Google Pay folgt Apple mit seinem Zahldienst. Aber überzeugt das die Deutschen?

(Foto: Apple)

Die Einkäufe im Supermarkt, der Kaffee an der Ecke oder die Rechnung im Restaurant: Künftig werden immer mehr Menschen in Deutschland die Möglichkeit haben, in solchen Alltagssituationen per Smartphone zu zahlen. Ist die Geldbörse auf dem Handy hierzulande bisher nur eine Nische, könnte der Markt nun in Fahrt kommen. Nach dem Start von Google Pay Ende Juni hat mit Apple der nächste US-Technologieriese angekündigt, seinen Zahldienst nach Deutschland zu bringen. Er trifft auf Gegenwehr heimischer Banken, die die bargeldverliebten Deutschen mit eigenen Angeboten umwerben. Für das Projekt hat Apple prominente Partner engagiert.

Apple-Chef Tim Cook hatte am Dienstag angekündigt, den Zahldienst Apple Pay bis Jahresende hierzulande einzuführen. Als Partner ist unterem die Deutsche Bank im Boot. »Später in diesem Jahr wird die Deutsche Bank Apple Pay auf den Markt bringen«, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Frankfurt. Auch die Münchner Hypovereinsbank wird den Dienst bis Jahresende ihren Kunden zur Verfügung stellen, wie sie auf Anfrage erklärte.

Daneben sind prominente Technologiefirmen dabei: Der Zahldienstleister Wirecard werde Apple Pay im Jahresverlauf über seine App »boon« einführen, bestätigte eine Sprecherin. Auch die Berliner Direktbank N26 erklärte, den Zahldienst in Kürze anzubieten. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

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