Starker Zuwachs bei Umsatz und Gewinn: EU-Rekordstrafe trifft Google-Mutter Alphabet kaum

Selbst die höchste je von der EU verhängte Wettbewerbsbuße kann die Geldmaschine Google nicht aus der Bahn werfen. Der Mutterkonzern Alphabet verdaut die Strafe dank sprudelnder Werbeerlöse problemlos.

Zuwächse auch bei Cloud und Smart Home

Google kann sich dabei auf die Werbeeinnahmen als verlässliche Geldquelle verlassen. Das Werbegeschäft, auf das der Großteil der Erlöse entfällt, legte im vergangenen Quartal um 24 Prozent auf rund 28 Milliarden Dollar zu.

Der restliche Umsatz der Tochter - etwa aus dem Geschäft mit Cloud-Diensten oder Geräten wie den vernetzten Home-Lautsprechern - wuchs um über 36 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar. Alphabets sonstige Geschäfte wie der Roboterwagen-Entwickler Waymo verzeichneten starkes Wachstum, trugen auch mit einem Umsatzsprung von 97 auf 145 Millionen Dollar aber kaum nennenswert zu den Konzernerlösen bei. Zugleich nahm ihr Verlust von 633 Millionen auf 732 Millionen Dollar zu.

Die Markterwartungen wurden trotz der hohen Sonderlast durch die Strafe deutlich übertroffen. Die Aktie stieg am Dienstag vorbörslich zeitweise um über 3,5 Prozent. Am Vortag war sie bereits auf einem Rekordhoch aus dem regulären Handel gegangen.

Mit einem Börsenwert von fast 840 Milliarden Dollar nimmt Alphabet Kurs auf die Billionen-Marke, wobei Apple - der weltweit wertvollste börsennotierte Konzern - es derzeit noch auf rund 100 Milliarden mehr bringt. Auch Online-Handelsriese Amazon hat mit gut 874 Milliarden Dollar eine noch etwas höhere Marktkapitalisierung.

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