Die ISE bricht auf nach Spanien: »Barcelona ist unsere Zukunft«

Platz zu wachsen – das hatten sich Aussteller und Besucher der ISE gewünscht. Mit dem Umzug nach Barcelona will die Messe die Marktdynamik nutzen. Es bleibt nicht beim Ortswechsel, auch inhaltlich und strukturell wird es Neuerungen geben.

Mike Blackman (Foto: ISE)

Die Geschichte der ISE reicht 16 Jahre zurück nach Genf. Anfangs auf einer Geländefläche von 2.800 Quadratmetern untergebracht, umfasst sie mittlerweile mehr als 5.500 Quadratmeter, doch auch das reicht keineswegs mehr aus. Das konstante Wachstum der AV-Industrie fordert auch die ISE. Sie wird 2019 bereits jeden vorhandenen Quadratmeter im RAI-Messezentrum füllen. Zudem wird es in den beiden kommenden Jahren, in denen die Messe noch in Amsterdam stattfindet, weitere Pavillons geben, auch wenn das die Nachfrage nicht vollständig befrieden kann, wie ISE MD Mike Blackman auf der heutigen Pressekonferenz erklärte. Neue Aussteller fragen kontinuierlich an (Wachstum der Mitglieder um 12 Prozent in den letzten 18 Monaten), viele Aussteller wünschen sich größere Stände und auch die Besucherzahlen wachsen jährlich.

»Es gab wirklich Bedarf nach einer langfristigen Lösung und die bestand darin, eine neue Lokation zu suchen«, verdeutlicht Mike Blackman. Die vergangenen 18 Monate sei man quer durch Europa gereist und habe Messezentren besucht. Schließlich sei die Entscheidung auf Barcelona gefallen, einem der modernsten Messezentren mit guter Infrastrukturanbindung. David Labuskes, CEO von Avixa sieht durch diesen Ortswechsel das Potenzial, dass die ISE weiterhin als »Katalysator der AV-Branche« dienen kann und die Community ist, mit der Netzwerke gebaut werden können. Auf regionaler Seite erhofft man sich in Barcelona starke konjunkturelle Effekte. Es sei jedoch eine »win-win-Situation«, weil die Region Katalonien starkes Potenzial im IT-Sektor habe, so Maria Àngels Chacón i Feixas.

»Die ISE bleibt eine B2B-Plattform für alle, die AV-Produkte und AV-Lösungen installieren, kaufen oder vertreiben«, erklärte Blackman. Und doch arbeite man an Konzepten und Events, um das Erlebnis für die Menschen in Barcelona zu steigern. Am Namen ISE habe man nie gerüttelt, weil es von Anfang als europäische Show konzipiert war. Der Ausstellerplan wird sich jedoch deutlich ändern. Zum einen um die Nachfrage zu bedienen und zum anderen um die Struktur zu verbessern und Besuchern, die nicht den gesamten Zeitraum vor Ort sein können, ein besseres Erlebnis zu bieten.

Und noch eine Konstante gibt es. Auch wenn er gerne im Sommer nach Barcelona kommen würde, so würde das ein falsches Signal setzen, erklärt Blackman. Am Messetermin Anfang Februar ändert sich also nichts. Immerhin sollte es dann in Barcelona etwas wärmer sein.