19 Milliarden Dollar geboten: Broadcom will Softwarekonzern CA schlucken

Nachdem die Übernahme des Konkurrenten Qualcomm durch Präsident Trump verhindert wurde, will sich Broadcom jetzt stattdessen den Softwarespezialisten CA Technologies einverleiben. Doch auch hier könnte die Regierung wieder einschreiten.

Mit dem Kauf von CA Technologies will Broadcomm zum Anbieter kompletter Infrastrukturen werden
(Foto: Americasroof, Wikimedia Commons)

Nach der gescheiterten Übernahme des Rivalen Qualcomm will der Chip-Riese Broadcom nun den Softwarekonzern CA Technologies schlucken. Man habe sich auf einen Kaufpreis von 44,5 Dollar pro Aktie in bar geeinigt, teilten die US-Unternehmen am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Damit würde Broadcom insgesamt 18,9 Milliarden Dollar (16,2 Mrd Euro) zahlen. Der Konzern ist bereit, sich den Zukauf einiges kosten zu lassen - das Angebot liegt nach eigenen Angaben 20 Prozent über dem letzten Schlusskurs der Aktie.

CA Tech stellt Firmensoftware her und könnte Broadcom helfen, die Geschäftsbasis in eine neue Richtung zu erweitern. Allerdings müssen Aktionäre und Aufsichtsbehörden dem Deal noch zustimmen, letzteres dürfte kein Selbstläufer sein. Erst im März hatte US-Präsident Donald Trump einen milliardenschweren Übernahmeversuch des Konkurrenten Qualcomm durch Broadcom wegen nationaler Sicherheitsbedenken verhindert. Unter anderem sollen Verbindungen von Tochterfirmen nach China den Ausschlag für die Entscheidung gegeben haben.