Sector27 digitalisiert Abfallwirtschaft: Abfallentsorgung 4.0: Tablet statt Tourenzettel

Der IT-Dienstleister Sector27 hat mit dem Zentralen Betriebshof Marl eine digitale Lösung entwickelt, um die Abfallbewirtschaftung in Wohnanlagen zu optimieren. Die Arbeitsschritte sind digitalisiert, die Leistungsnachweise erfolgen per App.

Per Tablet dokumentieren die Mitarbeiter unter anderem die Befüll-Zustände der Abfallbehälter
(Foto: Sector27)

Eine halbe Tonne Hausmüll produziert jeder Einwohner in Deutschland jährlich, immerhin 46 Prozent davon werden recycelt. Der Anteil könnte höher sein, würde Abfall richtig getrennt und entsorgt werden. »Vor allem in großen Wohnlagen kommt es häufig zur Verschmutzung der Standplätze oder zur Fehl- und Fremdbefüllung der Behälter«, erklärt Peter Hofmann, Abfallberater beim Zentralen Betriebshof Marl (ZBH). Mit dem »Standort Service Plus« (SSP) hat der ZBH, neben bundesweit rund 40 weiteren kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieben, eine Lösung für dieses Problem im Angebot.

Mit den individuellen Serviceleistungen sollen Wohnanlagen ihre Abfallstationen besser managen können, beispielsweise durch die Kontrolle und Anpassung der Behälterkontingente. Dazu kommen Gestaltungs- und Pflegemaßnahmen, um die Abfallstationen zu optimieren, und die Aufklärung der Bewohner über korrekte Abfalltrennung. Um den Kundenanforderungen gerecht zu werden und den Zeit- und Ressourcenaufwand dabei von vorneherein so gering wie möglich zu halten, suchte der ZBH eine Lösung zur digitalen Erfassung und Dokumentation des Angebots.

Die wurde gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Sector27 GmbH aus der Nachbarstadt Dorsten entwickelt. Dabei wurden wichtige Arbeitsschritte innerhalb des Programms digitalisiert. Per Tablet dokumentieren die Mitarbeiter in einer App unter anderem die Befüll-Zustände der Abfallbehälter und Besonderheiten an den Stationen. Klassische Tourenzettel zur Protokollierung der Behälterstandplätze gibt es nicht mehr. Dank der App für die Erbringung digitaler Leistungsnachweise, kurz »Lena«, muss kein einziges Blatt Papier mehr bedruckt, beschrieben oder abgeheftet werden. Die Arbeitsprozesse laufen schnell und unkompliziert ab. Damit ist der ZBH einen Schritt weiter auf dem Weg der Digitalisierung der Arbeitswelt und vielen anderen kommunalen Entsorgern einen Schritt voraus.