»Wir machen das dicht«: Apple greift Facebook mit Datensperre an

Das Datensammeln von Facebooks »Like«-Button gefällt Apple nicht. Deswegen werden Apple-Kunden künftig auf Seiten mit Facebook-Elementen gefragt, ob sie ihre Informationen auch wirklich teilen wollen. Steht ein Kräftemessen der Tech-Giganten bevor?

»Null« Daten von Facebook erhalten

Auch Apple hätte eine Menge Geld mit den Daten der Kunden verdienen können, habe sich aber bewusst dagegen entschieden, gab Cook bei einem Auftritt im März zu bedenken. Und auf die Frage, was er denn in der aktuellen Lage von Facebook-Chef Mark Zuckerberg tun würde, hakte Cook ab: »Ich würde gar nicht erst in dieser Situation sein.« Die Nutzer seien bei Facebook das Produkt für Werbekunden, sagte der Apple-Chef und schloss sich damit der Wortwahl vieler Datenschutz-Aktivisten an. Zuckerberg schmeckte das nicht und er tat Cooks Äußerungen als »extrem aalglatt« ab.

Die Apple-Ankündigungen folgen auch noch auf einen Bericht der »New York Times«, denen zufolge Apple, Samsung und andere Smartphone-Anbieter Sonder-Vereinbarungen mit Facebook hatten, die ihnen erweiterten Zugriff auf Nutzer-Daten ermöglichten. Cook betonte in einem Interview des Senders NPR, damit sei es nur darum gegangen, Facebook-Funktionen umzusetzen. Apple habe von Facebook »null« Daten erhalten.

Über Facebook hinaus verschärft Apple auch insgesamt die Gangart gegenüber der Online-Werbebranche. Bereits im vergangenen Jahr bekam Safari einen Schutz dagegen, dass nach einem Website-Besuch zum Beispiel in einem Online-Shop penetrante Werbeanzeigen zum angesehen Produkt den Nutzer quer durchs Netz verfolgen. Diese Funktion wurde jetzt noch einmal mit besserer Anonymisierung verbessert. »Die Datenfirmen sind clever und erbarmungslos«, erklärte Federighi den Schritt ohne einen Hauch von Ironie.

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