Niederländisches Gericht entscheidet für Samsung: Keine Update-Pflicht bei älteren Smartphones

Im Verfahren der Verbraucherorganisation Consumentenbond gegen Samsung ist jetzt die Entscheidung gefallen: Samsung muss ältere Smartphones nicht länger mit Updates versorgen.

Lebenszyklen von Smartphones (Foto: Fotolia - fabioberti.it)
(Foto: fabioberti.it - Fotolia)

Die niederländische Verbraucherorganisation Consumentenbond wollte Samsung vor Gericht dazu zwingen, seine älteren Smartphone-Modelle länger mit Updates zu versorgen. Das Gericht hat die Klage abgewiesen, wonach Samsung verpflichtet werden sollte, seine Android-Smartphones für mindestens vier Jahre ab Verkaufsstart oder für mindestens zwei Jahre nach Verkaufsende mit Updates zu versorgen.

Die Verbraucherorganisation hatte dem Hersteller in der Klageschrift vorgeworfen, die von Google für sein Mobilbetriebssystem Android bereitgestellten Updates nicht rechtzeitig zu verteilen und ältere Geräte von der Aktualisierung auszunehmen. Das Gericht wies die Klage als unzulässig zurück, weil sie sich auf »künftige Vorgänge« beziehe und Hersteller nicht voraussehen könnten, welche Lücken in Zukunft auftreten könnten.

Samsung begrüßte die Entscheidung und wertete sie als Bestätigung seiner Update-Richtlinie, nach der Aktualisierungen in einem »vernünftigen« Zeitraum und nach internen Prüfverfahren bereitgestellt werden.

Kommentare (2) Alle Kommentare

Antwort von Javahopper , 08:47 Uhr

Das ist leider heute ein weitreichendes Problem. Hersteller sind sich ihrer Verantwortung bei der Datensicherheit nicht bewusst. Ist es bei Betriebssystemen bei PC und Notebooks noch recht einfach Sicherheitsupdates zu bekommen, so ist das bei Smartphones und Tabletts recht schwierig. Da werden Handys mit Android 4.4.X noch immer auf den Markt geworfen für die es niemals Updates gibt. Selbst Updates die Google bereits herausgebracht hat, werden durch die Hersteller nicht verteilt. Komische Philosophie…

Aber das ist nicht nur auf den Handymarkt beschränkt, auch bei günstigen Routern findet man solche Probleme. Kaum ist ein Gerät verkauft ist es dem Hersteller egal.

Für den Endkunden ist das ganze fast undurchschaubar, welches Gerät wann und ob mit Updates versorgt wird. Gerichte sind da leider ebenfalls völlig überfordert. So etwas verbaut oftmals den Schritt in eine digitale Zukunft. Keiner will für Datenlecks verantwortlich sein, wenn es aber dann aber zum Gau kommt ist der unbedarfte Kunde selbst schuld….

Antwort von Javahopper , 08:46 Uhr

Das ist leider heute ein weitreichendes Problem. Hersteller sind sich ihrer Verantwortung bei der Datensicherheit nicht bewusst. Ist es bei Betriebssystemen bei PC und Notebooks noch recht einfach Sicherheitsupdates zu bekommen, so ist das bei Smartphones und Tabletts recht schwierig. Da werden Handys mit Android 4.4.X noch immer auf den Markt geworfen für die es niemals Updates gibt. Selbst Updates die Google bereits herausgebracht hat, werden durch die Hersteller nicht verteilt. Komische Philosophie…

Aber das ist nicht nur auf den Handymarkt beschränkt, auch bei günstigen Routern findet man solche Probleme. Kaum ist ein Gerät verkauft ist es dem Hersteller egal.

Für den Endkunden ist das ganze fast undurchschaubar, welches Gerät wann und ob mit Updates versorgt wird. Gerichte sind da leider ebenfalls völlig überfordert. So etwas verbaut oftmals den Schritt in eine digitale Zukunft. Keiner will für Datenlecks verantwortlich sein, wenn es aber dann aber zum Gau kommt ist der unbedarfte Kunde selbst schuld….