Schöne neue Sharing-Welt: Leben wird zum Service

Ob IT aus der Cloud oder Car Sharing – viele Dinge des täglichen Lebens werden heute nicht mehr angeschafft, sondern nur noch gegen Gebühr für eine begrenzte Dauer genutzt. Wird die Vision einer Gesellschaft ohne Privateigentum endlich wahr und wird dann alles gut?

(Foto: Fotolia 198134741 thauwald-pictures)

Die kommunistische Vision einer Gesellschaft ohne Privateigentum könnte durch die Digitalisierung tatsächlich verwirklicht werden. Denn für die junge Generation der Millennials spielt Besitz immer weniger eine Rolle. Statt sich mit Anschaffungen zu belasten werden viele im Alltag benötigen Dinge nur noch bei Bedarf genutzt und ansonsten mit anderen geteilt.

»Alles wird zum Service«, hatte es HP-Chef Dion Weisler schon im vergangenen Jahr auf der Partnerkonferenz des Herstellers in Chicago auf den Punkt gebracht (CRN berichtete). Mit 16 Jahren habe er sich nichts sehnlicher gewünscht als einen Führerschein und ein Auto, so Weisler. Sein 16-jähriger Sohn wünsche sich dagegen nur eine Kreditkarte und einen Uber Account. Ob IT-Infrastruktur aus der Cloud, Airbnb, Bike oder Car Sharing – die »Sharing Economy« ist in vielen Lebens- und Arbeitsbereichen heute längst Realität. Eine Ausnahme bildet lediglich das private Smartphone, das bevorzugt ein iPhone ist.

Für die »Generation Y« ist das eigene Smartphone mehr als nur ein Statussymbol, es ist das Tor zur digitalen Welt und damit auch das Zugangsgerät zur Sharing Economy, mit dem die neue Angebotsvielfalt überhaupt erst genutzt werden kann. Das Smartphone könnte in naher Zukunft das einzige notwendige Besitztum sein, mit dem sich alles andere nach Bedarf für eine bestimmte Zeit nutzen ließe.

Übersicht

Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von RNick , 15:58 Uhr(von der Redaktion bearbeitet)

Bei der "kommunistischen Vision" ging es nicht um eine "Gesellschaft ohne Privateigentum", sondern um die Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln - also etwas prinzipiell anderes!