Branche im Wandel: IT-Transformation Richtung Zukunft

Die gesamte Systemhausbranche befindet sich mitten im Umbruch. Das System- und Integrationsgeschäft verliert immer mehr an Bedeutung und Beratungsleistungen werden kaum noch honoriert. Für Systemhäuser ist spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen, eine Transformation in Richtung Cloud- und Serviceanbieter zu forcieren.

Etablierte Cloud

Die Cloud als technologische Basis der digitalen Transformation hat nach viel Skepsis und anfänglichem Zögern in den vergangenen Monaten deutlich an Akzeptanz und Zustimmung gewonnen: Rund zwei Drittel der deutschen Unternehmen setzen bereits Cloud-Technologien ein – im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Wachstum von rund elf Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie »Cloud Monitor 2017«, die von der Unternehmensberatung KPMG im Auftrag des IT-Branchenverbands Bitkom durchgeführt wurde. Die wenigsten Unternehmen legen dabei selbst Hand an: 87 Prozent geben an, den Betrieb der Cloud-Services an externe Dienstleister vergeben zu haben. Ein Jahr zuvor waren es nur rund drei Viertel der Befragten. Der Trend zum externen Management der Cloud-Services setzt sich also fort. Das Outsourcing an einen Dienstleister verspricht Vorteile hinsichtlich Kosten, Zeit und Sicherheit – Bereiche, die Unternehmen oftmals nicht aus eigener Kraft stemmen könnten.

Welches Modell, also Private Cloud, Public Cloud oder Hybrid Cloud, und welcher Anbieter: Das sind die ersten grundlegenden Entscheidungen, die Unternehmen treffen müssen. Bei Public Cloud Services sind häufig die Platzhirsche wie Microsoft, Amazon und Google erste Wahl, weil Vorhaltung und Betrieb schnell und effizient sind. Der Kunde muss die Cloud-Infrastruktur nicht neu aufbauen, zudem ist sie beliebig skalierbar. Die Verbindung zur Cloud und das Management der Cloud-Services sind dabei nach wie vor von den Unternehmen selbst zu leisten. Große Unternehmen schaffen das mit ihren eigenen Mitarbeitern, für kleinere und mittelständische Unternehmen ist diese Aufgabe in der Regel personell kaum zu schaffen.

Hier kommen die Partner ins Spiel: Um alle Vorteile einer Public Cloud ausspielen zu können, bietet sich die Kooperation mit einem Managed Service Provider (MSP) an. Der bietet so viel Standardisierung wie möglich, um die Kosten und die Komplexität möglichst gering zu halten, zugleich aber ein passendes Maß an Individualisierung, um den Wünschen und Anforderungen des Kunden zu genügen. MSPs haben einen guten Überblick über den Markt und verfügen darüber hinaus über langjährige Erfahrungen mit dem Aufbau, der Nutzung und dem Betrieb von Cloud-Umgebungen und -Services.