Tesla-Aktie fällt: Musk verärgert Aktionäre

Das Model 3 wird über Teslas Zukunft entscheiden. Noch gibt es Rekordverluste und auf kritische Fragen reagiert Elon Musk ausweichend - die Konsequenz der Investoren? Stark fallende Kurse.

Elon Musk
(Foto: Elon Musk / Twitter)

Ein charismatischer Visionär in Sachen Mobilität – Tesla-CEO Elon Musk brachten auch Lieferengpässe oder Produktionsprobleme der letzten Monate nicht aus der Spur, die Treue der Aktionäre galt stets als sicher. Doch bei der Präsentation der Quartalszahlen reagierte Musk genervt auf die Fragen der Anleger, der Aktienkurs der Unternehmens ist seitdem auf Talfahrt. Der Marktwert von Tesla ging in kurzer Zeit um mehr als zwei Milliarden Dollar zurück.

Die Verluste im ersten Quartal in Höhe von rund 710 Millionen US-Dollar waren dabei sogar weniger drastisch ausgefallen, als Experten zuvor vermutet hatten. Wenngleich sich der Verlust im Jahresvergleich damit mehr als verdoppelt hat, erzielte der Hersteller ein Umsatzplus von 26 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Doch auf die Präsentation der roten Zahlen des Unternehmens folgte eine Telekonferenz, bei der viele Analysten das Auftreten Musks als arrogant empfanden.

»Diese Fragen sind so trocken. Die machen mich fertig.« So reagierte der CEO auf Fragen zum Kapitalbedarf oder den Gewinn pro Fahrzeug und ließ sich stattdessen lieber von Privatanlegern via YouTube befragen.

Die Produktionszahlen des Model 3 konnten mittlerweile deutlich gesteigert werden, so stellte Tesla in der letzten Aprilwoche rund 2.270 Autos her. Ein deutliches Plus im Vergleich zum Jahresendquartal 2017, dennoch liegt der Hersteller damit hinter der selbst gesetzten Vorgabe von 5.000 Model 3 pro Woche. Als Ursache für die Produktionsprobleme hatte Musk zuletzt einen zu hohen Automatisierungsgrad ausgemacht und setzt jetzt wieder auf mehr Mitarbeiter/innen an der Produktionslinie.