Verkauf nach 13 Jahren: Yahoo stößt Flickr ab

2005, nur gut ein Jahr nach der Gründung, hatte Yahoo die Foto-Community Flickr gekauft. Nun geht der Dienst an SmugMug, das ein ähnliches Angebot betreibt und an Flickr vorerst nichts ändern will.

(Foto: SmugMug)

Mit Flickr wechselt einer der großen Namen der Web-2.0-Ära den Besitzer. Anfang 2004 gegründet legte die Foto-Community weit vor Facebook, Instagram und WhatsApp einen rasanten Aufstieg hin und wurde im März 2005 von Yahoo gekauft. Der Portalbetreiber soll damals mehr als 20, womöglich sogar mehr als 30 Millionen Dollar für den Dienst gezahlt haben. Zwei Jahre später wurde das hauseigene Yahoo Photos eingestellt und der Fokus voll auf Flickr ausgerichtet. Doch nach Jahren der Krise wurde Yahoo 2017 schließlich selbst übernommen – von Verizon. Der TK-Riese legte Yahoo mit AOL zu Oath zusammen, wo man nun entschied, sich von Flickr zu trennen.

Für eine unbekannte Summe geht der Dienst an SmugHug, das ebenfalls eine Foto-Community betreibt. Die richtet sich an Profi-Fotografen und setzt auf fotografenfreundliche Nutzungsbedingungen, die künftig auch für Flickr gelten sollen. Es gebe keine Pläne, beide Plattformen zusammenzulegen, heißt es in den FAQ zur Übernahme: »SmugMug liebt Flickr und sie wollen, dass wir Flickr bleiben.«

Smug Hug wurde 2002 gegründet und befindet sich noch im Besitz der Gründer. Der Dienst verzichtet auf Werbeeinblendungen und Auswertungen der Aufrufzahlen. Oder wie man es selbst ausdrückt: »Die meisten Services wollen, dass Ihr glaubt, Eure Geschichten seien nur wert, was Werbekunden zu zahlen bereit sind. Vergessen in 24 Stunden. Nicht die ursprünglichen Pixel wert. Sie halten Eure Geschichten für vergängliches und austauschbares Rauschen. Wir sagen: #a@&% auf deren Algorithmen.«