Beschaffung im ITK-Channel: Es wächst zusammen, was einst nicht zusammen gehörte

Beim Etailer kaufen Verbraucher, Fachhändler ordern beim Großhandel. Diese Konformität einmal etablierter Vertriebskanäle gibt es nur in der Theorie. In der Praxis kauft der ITK-Fachhandel dort, wo alle Prozesse der Beschaffung perfekt zusammenspielen. Da muss sich die Distribution hinter Amazon nicht verstecken.

»Supply-Chain 4.0«

Die »Supply-Chain 4.0« ist bei Synaxon angekommen: herstellerübergreifende Beschaffung für Produkte und IT-Dienste aus der Cloud, durchgängige Liefer- und Reverse-Logistik, gepaart mit vor- und nachgelagertem Support, möglichst hochautomatisiert, ergänzt durch die Möglichkeiten der Spezialisten-Vernetzung innerhalb einer Verbundgruppe und Managed-Services-Dienste, die Synaxon selbst erbringt und als MSP für seine Partner öffnet. »Wir haben die Zusammenarbeit mit Distributoren massiv ausgebaut. Gemeinsam mit ihnen holen wir das Beste aus den Prozessen heraus«, beteuert Synaxon-Manager Schröder.

Wenn Schröder von »Riesenchancen für ein solches Business Development« spricht, meint er das Vordringen in solche Wertschöpfungstiefen, die der Fachhandel eben nicht bei Amazon & Co vorfindet. Festzumachen seien die Erfolge im Projetgeschäft, sagt er. »Wir verzeichnen monatlich dreistellige Anfragen, die über Egis hereinkommen«, im Schnitt betrage ein Projekt zwischen 20.000 und 50.000 Euro, Tendenz steigend.

Das mag für manche Broadline-Ohren immer noch bescheiden klingen, die mit großen Herstellern lieber das Enterprise-Geschäft mit wenigen Platin- und Diamant-Partnern im Fokus haben. Für solche speziellen Kanäle ist Egis aber auch nicht gemacht.