Beschaffung im ITK-Channel: Es wächst zusammen, was einst nicht zusammen gehörte

Beim Etailer kaufen Verbraucher, Fachhändler ordern beim Großhandel. Diese Konformität einmal etablierter Vertriebskanäle gibt es nur in der Theorie. In der Praxis kauft der ITK-Fachhandel dort, wo alle Prozesse der Beschaffung perfekt zusammenspielen. Da muss sich die Distribution hinter Amazon nicht verstecken.

Effizienz beginnt im Kopf

RMA, Abwicklung des Projektgeschäfts, Pre- und Aftersales sind Aufgaben, die es zu verbessern gelte. An einer solchen Prozessoptimierung arbeitet Synaxon im engen Schulterschluss mit den Lieferanten. »Die Distribution hat dafür ein offenes Ohr«, betont Schröder. Der Schlüssel dafür sei Voll- und Teilautomation, denn nur so ließen sich die Prozesskosten senken. So versteht sich Synaxon nicht nur als reine Einkaufsplattform, sondern auch als Dienstleister für Distributoren und Hersteller, die beispielsweise durch eigene RMA-Lösungen mehr Effizienz in die Supply-Chain-Automation bringen wollen.

Effizienz beginnt im Kopf. Eine Binsenweisheit, mag man glauben, doch es gibt tatsächlich Reseller, die bei Losmenge ein Stück eine halbe Stunde oder länger nach dem günstigsten Business-Notebook fahnden und womöglich zum Telefon greifen, um den im Beschaffungssystem gelisteten Preis noch um ein paar Promille drücken zu wollen. Zu »Enablen« gibt es da wohl nichts mehr. Zumal die 4,5 Millionen gelistete Produkte in der Synaxon-Plattform Egis »ein gutes Preisgefüge« böten, wie Schröder meint.

Entscheidend ist für den Manager etwas anderes, nämlich Egis
stärker als Beschaffungstool für größere Orders – etwa im Projektgeschäft – auszubauen. Und zwar nicht nur für physische, sondern zunehmend auch für »virtuelle Güter«, wie Schröder die Cloud-Services nennt. An Egis angebunden sind die entsprechenden Cloud-Marktplätze der Distribution. Die Kompetenz, dass Experten die bisweilen schwierigen Schnittstellenanbindungen an die Distributionsmarktplätze oder Herstellerlösungen realisieren, habe man im Hause.