CRN-Interview zu gebrauchter Software: »Der Prüfprozess ist aus unserer Sicht relativ einfach«

Immer wieder tappen Unternehmen beim Einkauf gebrauchter Software in die Falle. Dabei wäre die Überprüfung der Rechtssicherheit von Lizenzen nach Ansicht der U-S-C-Geschäftsführer Peter Reiner und Walter Lang eigentlich ganz einfach.

Spareffekt für Handel und Kunden

CRN: Für wen macht der Kauf gebrauchter Software Sinn? Welche Produkte sind besonders gefragt?Reiner: Es macht für jeden Kunden Sinn, der nicht in allen Bereichen die neuste Software Version benötigt. Der Hauptrenner sind natürlich alle Office Lizenzen wie 2010 und 2013 und auch Office 2016.

CRN: Wie groß ist der Spareffekt für die Kunden?
Reiner: Der Spareffekt kann ganz erheblich sein, gerade im Bereich von Office Lizenzen. Nur manchmal macht »Geiz ganz blind« und so werden oft auch vermeintliche Schnäppchen gekauft, wie das Office 2016 für 110,- Euro. Ein großer Fehler! Denn beim Audit kann das dann doppelt so teuer werden.

CRN: Setzt der zunehmende Umstieg auf Cloud-Modelle dem Wachstum eine Grenze, die den Markt für gebrauchte Software irgendwann obsolet werden lässt?
Lang: Theoretisch natürlich ja. Praktisch entwickeln sich die Cloud-Modelle nicht in der prognostizierten Geschwindigkeit der Hersteller. Gerade im Mittelstand gibt es noch viele Kunden, die einfach ihre Software kaufen möchten. Da bleibt noch lange Potenzial für uns.

CRN: Verkaufen Sie auch an Fachhändler und Systemhäuser, wenn diese für ein Projekt Interesse an gebrauchten Lizenzen haben? Und wie läuft das umgekehrt im Einkauf?
Reiner: Wir haben eine Abteilung, die speziell Fachhändler und Systemhäuser betreut. Diese beraten wir im Umgang mit gebrauchter Software und kaufen und verkaufen speziell an diese Gruppe. Viele Systemhäuser arbeiten gerne mit uns zusammen, denn dadurch können oft neue Projekte umgesetzt werden.