Werbefrei und ohne Algorithmen: Der Hype um Vero: Was steckt hinter dem sozialen Netzwerk?

Die Smartphone-App Vero will ein neuartiges Soziales Netzwerk sein. Dabei ist sie der Konkurrenz ähnlicher, als es auf den ersten Blick scheint.

Das neue Facebook, das neue Twitter, das neue Instagram: Seit Tagen wird die Smartphone-App Vero als Nachfolger bekannte Sozialer Netzwerke gehandelt. Tatsächlich kommt die Anwendung als eine Art Mischung bisheriger Angebote daher. Wirkliche Neuerungen bietet die App nach Einschätzung von Experten nicht.

Ein Netzwerk ohne Werbung will Vero nach eigenen Angaben sein. Man wolle so vor allem junge Nutzer ansprechen, die sich durch Werbeeinblendungen belästigt fühlten, heißt es auf der Homepage des Unternehmens. Noch ist die App zwar gratis, irgendwann aber sollen zahlende Abonnenten die Anwendung finanzieren. Als weitere Besonderheit wollen die Macher von Vero keinen Algorithmus einsetzen, der die Beiträge der Nutzer sortiert.

Ganz neu sind diese Aspekte allerdings nicht. »Die Besonderheiten von Vero sind eigentlich alles Dinge, die Facebook, WhatsApp oder Instagram früher auch hatten«, sagt der Kölner Social-Media-Experte und Wirtschaftsjurist, Felix Beilharz. »Auch Facebook hat früher ohne Algorithmus funktioniert. Ab einer bestimmten Größe geht das aber nicht mehr, weil die User dann täglich Tausende Beiträge in ihrem Feed hätten«, so Beilharz. Werbefrei seien auch Facebook, Twitter und Instagram zu Beginn gewesen.

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