Expansion nach Asien geplant: Stemmer Imaging legt sauberen Börsenstart hin

Die Wahl auf die goldene Mitte beim Emissionspreis - trotz deutlicher Überzeichnung - hat sich ausgezahlt: Der bayerische Spezialist für industrielle Bildverarbeitung Stemmer Imaging feiert einen guten Einstand an der Börse. Einen Rekord gab es schon vor dem IPO.

Vorstand, Mitarbeiter, Gesellschafter der Stemmer Imaging feierten am Dienstag einen erfolgreichen Börsenstart an der Frankurter Börse

Es ist erst die dritte Neuemission an deutschen Börsen in diesem Jahr und sie verlief erfolgreich. Der in Puchheim bei München beheimatete Mittelständler Stemmer Imaging hat Kapitalanleger mit seiner Technologie für bildverarbeitende Systeme hauptsächlich in der Industrie überzeugt. Hier macht kein Digital-Startup schnelle Kasse, wie einst bei der gewaltigen Internetblase am irrwitzigen Börsensegment Neuer Markt. Stemmer Imaging hat mehr als 30 Jahre Erfahrung und zwar mit vernetzten Digital-Innovationen in der Fertigungsindustrie und wird von einem langjährigen Management und in Sachen Kapitalmarkt und Digitalisierung erfahrenen Aufsichtsrat sehr solide geführt. Das Augenmaß für den Emissionspreis von 32 Euro je Aktie hat sich ausgezahlt, es lag genau in der Mitte der Preisspanne von 32 bis 36 Euro, so dass die Erstnotiz auf 36 Euro für 7.000 bezahlte Aktien sprang und den ersten Handelstag am Dienstag sogar bei 37,70 Euro beendete.

Anlass genug für die drei Vorstände, kräftig die Börsenglocke auf den gelungenen IPO zu läuten, während Firmengründer Wilhelm Stemmer die feierliche Szenerie am Parkett von der Besuchergalerie der Frankfurter Börse verfolgte. Der 73. Jährige krönt nach 44 Jahren Aufbauarbeit mit diesem IPO nicht zuletzt sein Lebenswerk.

Ein neues Kapitel wollen indes seine Nachfolger schreiben. Denn die über drei Millionen Aktien bedeuten ein Emissionsvolumen von knapp über 100 Millionen Euro, die Hälfte davon fließt dem Unternehmen zu. Stemmer Imaging, nach eigener Auskunft europäischer Marktführer in seinem Spezialsegment, will die Mittel nun zur Expansion hautsächlich in Asien verwenden.

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Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von Wolfgang Gruschwitz , 00:01 Uhr

Gratuliere ich kenne das Unternehmen und den Firmen Gründer als Start Up und hier ist geballter content dahinter nicht jeder kann das behaupten