Gastkommentar Künstliche Intelligenz: An KI führt kein Weg mehr vorbei

Für Matthew Neigh, Technology Evangelist bei Cherwell Software, ist der Einzug von KI-Lösungen in die Unternehmens-IT nur noch eine Frage der Zeit. Er empfiehlt ihnen deshalb, sich schon heute entsprechend darauf vorzubereiten.

Matthew Neigh hält KI für einen Grundbaustein moderner Unternehmens-IT
(Foto: Cherwell Software)

Anwender von morgen müssen flexibler agieren als je zuvor und erwarten dies auch von ihrer IT. Der Arbeitsplatz der Zukunft wird deshalb mit Diensten ausgestattet sein, die durch Künstliche Intelligenz (KI) erweitert werden. Assistenten wie Amazon Alexa, Apple Siri, Samsung Bixby und Sicherheitssysteme in Fahrzeugen breiten sich derzeit vor allem im privaten Alltag immer schneller aus. Sie alle haben eines gemein: Die Nutzung komplexer Services wird damit einfacher als je zuvor. Etwas komplizierter ist es im Unternehmensumfeld. Hier zeigt die Praxis, dass die meisten Organisationen nicht ansatzweise auf den Einsatz von KI-Anwendungen vorbereitet sind.

Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von Schatten-IT, Daten-Silos und fehlenden Schnittstellen über Legacy ITSM-Plattformen bis hin zu starren Service-Desk-Prozessen aus längst vergangenen Zeiten. Hinzu kommt eine abwartende oder gar kritische Haltung vieler IT-Teams, für die eine konkrete Realisierung von KI-Anwendungen oft noch in weiter Ferne scheint. Unternehmen haben jedoch im Grunde keine Wahl, denn je mehr KI-Innovationen auf den Markt kommen, desto stärker geraten sie unter Druck und laufen Gefahr, hinter den »Early Adopters« ihrer Branche zurückzubleiben.

Was also tun? Die Antwort klingt beinahe banal: Schnellstmöglich die nötigen Voraussetzungen schaffen und sich erst später für die KI-Lösung entscheiden. Hauptthema ist die längst überfällige Restrukturierung in die Jahre gekommener IT-Landschaften. Konsolidierung, offene Schnittstellen, agile Methoden und Frameworks sowie strategisches Wissensmanagement gehören deshalb auf die Agenda jedes CIO und sollten auch in eine ESM-Roadmap aufgenommen werden.

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