Kräftiges Umsatzplus in Deutschland: IT-Handel treibt Geschäft bei Computacenter

Ein kräftiges Wachstum von 15 Prozent hat Computacenter 2017 hierzulande hingelegt und ist damit Zugpferd vor der britischen Landesgesellschaft.

Computacenter Deutschland-Chef Reiner Louis: »Hervorragendes Geschäftsjahr«

Für die Umsatzmarke von zwei Milliarden Euro dürfte es ganz knapp nicht reichen, aber dennoch kann Computacenter Deutschland-Chef Reiner Louis ein »hervorragendes Geschäftsjahr« bilanzieren. Deutschlands zweitgrößter IT-Dienstleister, der keine Service-Unit eines Herstellers oder Telekommunikationskonzerns ist, meldet nach vorläufigen Zahlen ein Umsatzplus von 15 Prozent in Deutschland. 2016 hatte Computacenter hierzulande 1,7 Milliarden Euro erzielt – ein Plus von drei Prozent bei einem Vorsteuergewinn von 43,5 Millionen Euro.

Für 2017 gibt es noch keine Ergebnisschätzung. Im abgelaufenen Jahr erwies sich vor allem der Produkthandel als Treiber: Computacenter Deutschland legte hier um starke 19 Prozent zu. Allerdings sind die Margen im IT-Handel bekanntermaßen gering. So ist die 2017 im Vergleich zu 2016 konstant gebliebene Wachstumsrate von sieben Prozent im wichtigen IT-Servicegeschäft keine Verbesserung. Wenn die finalen Zahlen am 13. März 2018 bekannt geben werden, wird man sehen, ob Computacenter wenigstens die Gewinne im Service-Geschäft steigern konnte.

Schon jetzt steht dagegen fest, dass die deutsche Landesgesellschaft um den seit zehn Jahren bei Computacenter beschäftigten Louis die britische Muttergesellschaft beim Wachstum schlagen konnte. Auf der Insel verzeichnet Computacenter 2017 ein Umsatzplus von neun Prozent – um sechs Prozent legte das Servicegeschäft zu, im Produkthandel verzeichneten die Briten ein Plus von lediglich zehn Prozent.

An der Londoner Börse legten die Aktien von Computacenter nach Bekanntgabe der Schätzungen kräftig zu und verteuerten sich am Montag um sechs Prozent. Die Börsianer stören sich offenbar nicht am negativen Ausblick, den der britische IT-Dienstleister für das noch junge laufende Jahr gab. Es werde 2018 Einmalbelastungen und Investitionen geben, die eine Steigerung der Profitabilität unwahrscheinlich machten, teilten die Briten mit.