Endgültiges Aus für LiMux: München kehrt für 90 Millionen Euro in die Windows-Welt zurück

In den nächsten sechs Jahren soll die Münchner IT für 90 Millionen neu organisiert werden. Mehr als die Hälfte davon entfällt auf den »einheitlichen IT-Arbeitsplatz«, auf dem Windows 10 laufen wird.

LibreOffice bleibt – vorerst

Noch nicht beschlossen ist indes der Umstieg auf Microsoft Office, den man wegen der mehr als 12.000 für LibreOffice erstellten Formulare und 300 teils komplexer Makros als »sehr aufwändig, kostspielig und langwierig« einstuft. Deshalb werden erstmal nur 6.000 Office-Lizenzen angeschafft, um Erfahrungen bei der Bereitstellung und Nutzung von Vorlagen und Markos zu sammeln. Darauf basierend soll ein unabhängiger Sachverständiger die Folgekosten eines vollständigen Wechsels abschätzen, bevor der Stadtrat über diesen entscheidet. Bis dahin soll Office über die Virtualisierungsplattform der Stadt bereitgestellt werden, damit die Anwender das Softwarepaket schon ab 2018 und unabhängig vom eingesetzten Betriebssystem nutzen können. Hauptziel neben dem Sammeln von Erfahrung ist es laut Beschlussvorlage »die geforderte Interoperabilität mit externen Stellen« herzustellen.

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Kommentare (4) Alle Kommentare

Antwort von Thorben Kaufmann , 00:09 Uhr

Was will man erwarten. Konkubinenwirtschaft und Lobbysumpf soweit das Auge reicht. Gepaart mit planwirtschaftlichen Grundsätzen und sogenannten "freien Instituten". Ach ja, dann noch Politiker, die keine Ahnung haben.

Am Ende gewinnt der, der die Entscheider am besten manipuliert (womit auch immer).

Antwort von Simon , 17:08 Uhr

Also ganz ehrlich ich weiß dann eine Andere Staatliche Behörde grade für 36 Millionen Windows für 5 Jahre gekauft hat. Da ist noch kein Office mit drinnen. Und wenn ich den Lohn dazu rechne und die neuen Rechner denke ich wird der ganze Spaß um die 300 Millionen bis zum Abschluss kosten wenn es jemals abgeschlossen wird. Den es waren ja jetzt immer noch nicht alle Rechner auf Lumix umgestellt seit 2003

Antwort von PC-Flüsterer Bremen , 17:36 Uhr

Ist eigentlich ausreichend bekannt, dass Accenture sehr eng mit MS verbandelt ist? - Die ganze Aktion stinkt zum Himmel. Rückkehr zum Monopol auf Kosten der Steuerzahler - 100% Verschwendung. Und jetzt wird ernsthaft erwogen, auf Windows-10 (W-X) umzusteigen! Das Bayerische Landesamt für Datenschutz hat gerade eine Stellungnahme zum datenschutzkonformen Einsatz von W-X in Unternehmen veröffentlicht. Der Tenor lautet: Ja, aber. Mit Abstrichen und mit einer strengen Administration ist der Einsatz "erlaubt", NICHT "empfohlen". Und das gilt für Unternehmen. Ist der Einsatz in Behörden damit überhaupt genehmigungsfähig? Die Antwort kennen wir bereits aus anderen ähnlichen Untersuchungen: NEIN!