Software-Distributor mit ehrgeizigen Wachstumsplänen: Prianto möchte mit »Begreifern« durchstarten

Firmenchef William Geens sieht sein noch junges Softwaredistributionsunternehmen angesichts der zunehmenden Bedeutung von Software-Technologie auf der Überholspur. Mit zielgerichteten Lösungstemplates und einem breitem Support-Angebot möchte der VAD Reseller für die künftige Herausforderungen rüsten.

William Geens auf der WTF-Roadshow

Die Prianto GmbH, im Jahr 2009 von den Branchenprofis William Geens und Oliver Roth gegründet, gehört zu den jüngsten Einsteigern in den Distributionsmarkt. Der Spezialdistributor für Enterprise Software hat in den vergangenen acht Jahren ein steiles Wachstum auf etwa 65 Millionen Euro hingelegt. Die zunehmende Bedeutung von Software-Technologien spielte dem Münchner Unternehmen dabei in die Hände, wie Firmenchef William Geens gegenüber CRN berichtet: »Es gibt immer mehr technologische Möglichkeiten und Software wird dabei wichtiger und zentraler. Das ist eine große Chance für all diejenigen, die das auch begreifen und folgerichtig treibt uns der Trend zu Software-definierten Technologie-Innovationen auch immer mehr Reseller zu, die ursprünglich aus dem Hardware-Geschäft kommen.« Mit bereits 4.500 Systemhauskunden in acht Ländern hat sich der 90-Mitarbeiter-zählende Distributor in rechter kurzer Zeit zu einem der erfolgreichsten Softwarespezialisten der europäischen Distributionsszene gewandelt. Das Wachstumsziel für dieses Jahr ist entsprechend ehrgeizig: Geens will den Prianto-Umsatz auf 80 Millionen Euro steigern.

Als wesentliche Herausforderung begreift der Distributionsprofi die Vervielfältigung der technologischen Herausforderung: »Es kommen immer neue technologische Innovationen und neue Möglichkeiten hinzu – die müssen orchestriert werden«, beobachtet Geens. Mit der im vergangenen Jahr gegründeten US-Niederlassung in Denver befände man sich quasi auch an der Quelle und könne frühzeitig neue Trends und Hersteller aufgreifen. Doch Geens sieht seine Firma nicht nur als »Trüffelschwein«, das neue Lösungen und Hersteller erst ausfindig und dann aufbaue: »Wir haben neben noch unbekannteren Technologie-Pionieren längst auch Schwergewichte wie HPE, Quest oder Unitrends gelistet.« Entscheidend sei, dass man inzwischen alle wesentlichen Technologiebereiche, Geens zählt hierzu Security, Storage, Virtualisierung, Infrastruktur und Software-Management, abdecke und daraus ebenso technologisch wie auch geschäftliche sinnvolle Angebote für die Partner kombiniere – im Lizenzvertrieb oder als Cloud-Angebote.

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