Schonungslose Analyse steht am Anfang: So sind strauchelnde IT-Projekte zu retten

Geraten IT-Projekte ins Stocken oder gar in Schieflage, trifft dies Unternehmen mehrfach hart. Eine clevere Projektsanierung hilft, wieder in die Erfolgsspur zu kommen.

Lösungsvorschlag vom Sanierer

Der Sanierer erarbeitet eine verbindliche Übersicht der Projektinhalte einer mit dem Management abgestimmten Projektorganisation, einen realistischen groben Projektplan mit Zeiten und Meilensteinen, sowie einen Katalog der korrektiven Projektmaßnahmen. Es ist unerlässlich, entsprechende Spezialisten aus den Fachabteilungen des Auftraggebers und aus dem bisherigen Projektteam heranzuziehen. Sobald ein grober Lösungsvorschlag vom Sanierer erarbeitet wurde, der die Ursachen und Störungen, die das IT-Projekt bisher gefährdet haben, berücksichtigt, wird dieser Vorschlag mit allen Beteiligten (Anwender, Auftraggeber, Lieferant) diskutiert und ein gemeinsames Vorgehen verabschiedet, welches von allen Beteiligten die volle Unterstützung erhält.

In diesem Zusammenhang sollte auch die Projektmethodik festgelegt werden: Klassisches Stufenmodell, agiles Vorgehen oder hybrides Vorgehensmodell als Mischung aus beiden Modellen. Gute Erfahrungen konnten durch die Anwendung von hybriden Vorgehensmodellen erreicht werden, wenn die Flexibilität der agilen Methodik pragmatisch mit klassischem Stufenmodell kombiniert wurden, ohne die Organisation kulturell zu überfordern. Sobald diese Einigung vorliegt, kann mit der Erarbeitung der Detailpläne (Zeitplan, Aufwandsschätzung, Kontrollprozesse für die Projektüberwachung) für das Neuaufsetzen beziehungsweise die Neuausrichtung des Projektes begonnen werden. Der so erarbeitete Sanierungsplan beinhaltet konkrete Handlungsempfehlungen, sowie die Beschreibung von technischen, organisatorischen oder kaufmännischen Rahmenbedingungen, die notwendig sind, um das Projekt erfolgreich abzuschließen.