Einstieg in neues Marktsegment: Startup baut für Lexware-Channel neue ERP-Cloud

Mit Software für Buchhaltung fängt jedes kleine Unternehmen an, doch mit zunehmender Größe ist ein Umstieg auf ERP-Systeme unumgänglich. Die kommen mittlerweile aus der Cloud. An einer solchen Plattform arbeitet Haufe-Lexware mit Hochdruck und Schützenhilfe aus den USA.

ERP-Einstieg kommt

Lexoffice, egal ob als Box-Produkt oder in der SaaS-Variante aus der Cloud, ist zwar mehr als ein nach wie vor stabiles Geschäft. Mit der Buchhaltungssoftware wachse man zweistellig, beteuert Channelchef Coriand – die Cloud-Varianten im Mietmodell stärker als das Lizenzgeschäft. Sobald aber die Kunden der Reseller größer werden und aus Freiberuflern und kleineren Gewerbetreibenden größere Unternehmen werden, stoßen Lexware-Partner mit den Produkten der Freiburger bei diesen Anwendern an ihre Grenzen. Dieses »Herauswachsen aus den Premium-Produkten«, wie der Lexware-Channelchef beobachtet, treibt Reseller zwangläufig in die Hände des Wettbewerbs. »Wir wollen unsere Partner nicht verlieren und werden ihnen eine ERP-Alternative bieten«, sagt Coriand.

Selbst eine SaaS-fähige ERP-Lösung auf der grünen Wiese in Freiburg zu entwickeln, dafür reicht weder die Zeit, noch können Softwarehersteller hierzulande genügend qualifizierte Programmierer finden. Akquisitionen oder Kooperationen sind gefragt. Anders als bei der Finanzamtslösung Smartsteuer geht Haufe-Lexware den Einstieg in den unteren ERP-Markt nicht mit dem Zukauf eines Spezialisten an, sondern hat sich mit einem Startup aus den USA verbündet. Plattformlieferant ist Acumatica aus Seattle. Das 2008 gegründete Unternehmen ist ein Pure Cloud Player im branchenübergreifenden ERP-Markt, beschäftigt 140 Mitarbeiter und hat bereits Niederlassungen in Asien und in Russland.