Ganze Abteilungen für Channel-Sales abgebaut: Cloud-Direktvertrieb: Oracle brüskiert Channel

Massive Turbulenzen im US-amerikanischen Oracle-Channel: Manager Mark Hurd hat ganze Abteilungen für den indirekten Vertrieb aufgelöst und langjährige Oracle-Veteranen entlassen.

Mark Hurd dünnt Channel-Teams bei Oracle kräftig aus

Um zu den Wettbewerbern Saleforce und SAP aufzuschließen, will Oracle im Alleingang das Cloud-Geschäft ausweiten. Offiziell kommentieren will bei Oracle in den USA niemand den personellen Aderlass vor allem im Partnervertrieb. Wie CRN in den USA berichtet, hat Oracle zahlreiche Jobs im indirekten Vertrieb abgebaut. Das gesamte technische Pre-Sales-Team, das Partner bei Endkunden zur Seite steht, sei auf die Straße gesetzt worden, samt vieler altgedienter Führungskräfte im Channel-Sales. So unter Christine Aumann und den vor fünf Jahren von HP zu Oracle gewechselten Gary Koopman.

Apropos HP: Viele sehen den ehemaligen HP-Chef Mark Hurd für die treibende Kraft hinter dem Ausverkauf der Channel-Verantwortlichen. Hurd gilt als knallharter Kostenkiller, der schon bei HP wenig Rücksicht auf die Interessen der Vertriebspartner genommen hatte. Um die Cloud-Umsätze im Alleingang massiv auszuweiten, ist Hurd, Freund des Direktgeschäfts, offenbar der richtige Manager.

Während der Oracle-Channel über diese Sales-Strategie verdutzt den Kopf schüttelt, verweist man beim Konzern darauf, dass jeder direkt mit Cloud-Lösungen verdiente Dollar Folgegeschäft bei den Partnern zwischen acht bis zehn Dollar nach sich ziehen würde.