CRN-Interview mit Alexander Hofmann, ­Geschäftsführer von Ecomparo: »Blaupausen für eine erfolgreiche Content-Strategie gibt es nicht«

Im Interview mit CRN spricht Alexander Hofmann, Geschäftsführer von Howado und Ecomparo, über die Trends im Onlinehandel und welche Funktionen bei einem Webshop am wichtigsten sind.

CRN: Herr Hofmann, was müssen Webshops heute bieten, um erfolgreich zu sein?

Alexander Hofmann: Um als Handelsunternehmen oder Hersteller im E-Commerce erfolgreich zu sein, ist ein optimierter Onlineshop ein bedeutender, aber nicht mehr der alleinige Erfolgsfaktor. Die Bedeutung von Marktplätzen wird aufgrund der Usability-Vorteile wie der hinterlegten Zahlungs- und Adressdaten für Kunden weiter steigen. Natürlich liegt dies auch an Playern wie Amazon, die sich immer stärker als Logistik-Infrastruktur-Anbieter sehen. Auch wenn dies keine allgemeingültige Empfehlung ist, das jeweilige Sortiment auf Amazon anzubieten, ist in den meisten Fällen die Überprüfung von möglichen passenden Absatzkanälen und der Start einer überlegten Multichannel-Strategie gewinnversprechend.

CRN: Wie wichtig ist Mobile Commerce im heutigen Online-Handel?

Hofmann: Die Antwort ist klar und deutlich: Mobile Commerce gewinnt ungebrochen weiter an Bedeutung. Dieser Trend wird von leistungsfähigeren und größer werdenden Smartphones getrieben, die auf breiter Linie Desktop-PCs und Notebooks komplett ersetzen. Responsive Design und der hürdenfreie Checkout ohne Zwangs-Login sind nur einige Umsetzungsdetails für den Smartphone-Commerce, mit denen sich Händler auseinandersetzen müssen. Zum B2B-Bereich nur ein Merksatz: Auch Einkäufer im B2B kaufen privat über Smartphones in mobil angepassten Webshops ein! Händler ohne einen responsiven Webshop sollten dringend mit ihrem Smartphone einen Test­einkauf bei ihren Wettbewerbern oder vergleichbaren Shops mit mobiler Anpassung machen.


CRN: Wie können sich Onlinehändler gegenüber den großen Online-Marktplätzen behaupten?


Hofmann:
Was die Innovationsfreudigkeit betrifft, haben große Player wie Zalando oder Amazon natürlich ein unverhältnismäßig großes Budget für Innovationen zur Verfügung. Dennoch sorgt der Trend der zunehmenden Integrationsmöglichkeiten von spezialisierten Software as a Service-Dienstleistern in die immer modularer konzipierten Shopsysteme dafür, dass auch mittelständische Händler komplexe Funktionen wie Curated Shopping à la Outfittery mit überschaubarem Budget in ihrem Onlineshop anbieten können.

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